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Scott vereint im 2009er-Genius all ihre vollgefederten Mountainbikes ausser dem Gambler. Der ganze Aufbau des Bikes ist neu, geblieben ist nur der Name und das Federsystem, das sich bis auf das Horstlink weitgehend an jenes des noch aktuellen Genius anlehnt und 150 Millimeter Federweg bietet. Es vereint agiles sportliches Fahrverhalten eines Cross Country-Racebikes mit dem Komfort eines federwegreichen Tourenbikes.
Auf einem Genius gewann Thomas Frischknecht 2005 in Lugano die ersten Marathon Weltmeisterschaften. Er verwies Bart Brentjens im Sprint auf den zweiten Platz und zeigte, dass man auf vollgefederten Mountainbikes Rennen auf höchstem Niveau gewinnen kann. Das gab dem Markt zusätzlichen Entwicklungsschub, viele Hersteller mussten ein leichtes vollgefedertes Cross Country-Bike ins Sortiment stellen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Ein Bike für Touren und Marathons
Auch das neue Genius hat viel mit Thomas Frischknecht zu tun. An vorderster Front war er an der Entwicklung des Bikes mit dabei. Die Philosophie, die hinter dem Genius steckt, beruht mit auf dem Hintergrund, dass er im Herbst seine aktive Karriere als Mountainbike-Rennfahrer beendet. Aber die Rennfahrer-Gene stecken halt immer noch in ihm und duellieren sich mit seinem Hang zum Spieltrieb auf dem Mountainbike. Und weil es nicht mehr um Sekunden geht, ist etwas mehr Komfort ebenfalls am rechten Platz. Das neue Genius befriedigt Frischis Ansprüche an ein Bike für seinen renntechnischen Ruhestand. Aber man wollte auch ein sehr leichtes Marathon-Bike mit dem besten Verhältnis zwischen Gewicht und Federweg auf den Markt bringen.
Leichtgewichtiger Rahmen
Das Genius ist von Grund auf neu gebaut worden. Der Rahmen müsste auf die grösseren Kräfte, die bei längeren Federwegen wirken, ausgelegt werden. Zudem verleiht die gewählte Geometrie dem Bike ein ausgewogenes, Cross-Country orientiertes Handling. Das Oberrohr ist länger, was mit einem kürzeren Vorbau zusammen ein stabiles und direktes Fahrverhalten ergibt. Des vielen Federwegs wegen muss das Tretlager etwas höher sein, weil das grosse Kettenblatt sonst voll eingefedert auf dem Boden aufsetzen würde. Damit die Überstandshöhe des Rahmens tief bleibt, zieht Scott das Oberrohr zum Sitzrohr hin weit hinunter. Der Sattel kann voll versenkt werden, die oberen Hauptlager kommen ohne verbindende Achse aus, die der Sattelstütze beim früheren Sitzrohr im Weg stand. Das tiefe Gewicht von unter 2300 Gramm (beim Top-Carbon-Rahmen) mit Dämpfer lässt erahnen, wie leicht das Bike aufgebaut werden kann. Das Komplettbike wiegt in der Limited-Version mit Pedalen federleichte 10.6 Kilogramm.
Equalizer2-Dämpfer von DT-Swiss
Der Equalizer2-Dämpfer spendiert dem Genius 150 Millimeter Federweg. Das von DT-Swiss entwickelte Federbein wird wie jenes des alten Genius beim Einfedern auseinander gezogen. Das Öl wird dabei in zwei Nebenkammern geleitet, und die darin befindliche Luft komprimiert. Die Haupt- und Nebenkammern werden über zwei Luftventile an das Fahrergewicht angepasst, wobei eine gut ersichtliche Skala am Dämpfer hilft. Jede der beiden Nebenkammern verfügt über eine einstellbare Dämpfer-Einheit, durch die das Öl beim Ausfedern fliessen muss. Per Hebel am Lenker stellt man den Federweg zwischen 0, 95 und 150 Millimeter ein. Im Vollmodus nutzt man beide Nebenkammern, im Traktions-Modus nur eine davon. Die Federung spricht in beiden Modi fein an, arbeitet im Traktions-Modus aber wesentlich straffer. Die Dämpfung passt sich der grösseren Federrate im Gegensatz zum alten Genius-Federbein beim mittleren Federweg an, weil sich die Öl-Durchflussrate durch die eine Dämpfungseinheit erhöht.
Fox 32 Talas RL-Gabel mit 150 Milimetern Federweg
Bei den Modellen 10 und bis 40 kommen extra von Fox gefertigte 32er Gabeln mit 150-125-100 Millimetern einstellbarem Federweg zum Einsatz, deren Druckstufe mit dem Blockierhebel zur Beruhigung der Gabel stufenlos erhöht werden kann. Bei den Modellen 10 und 20 sorgt das 15 Millimeter QR-Steckachsensystem für eine hohe Steifigkeit.
Custom-Bremsen von Formula
Am Limited ist die neue R1 Scheibenbremse von Formula verbaut. Sie funktioniert nach dem Prinzip der «The One», der Kolbendurchmesser wurde aber reduziert, wodurch das Gewicht, aber auch die Bremspower reduziert wird. Die aber immer noch sehr hoch. Mit den speziell für das Genius blank polierten Geberkolben ist sie 265 Gramm leicht.
Sechs Modelle
Die Modellpalette reicht vom Genius Limited bis zum Genuis 50. Bei jedem Bike werden Komponenten verschiedener Hersteller verbaut.
www.scottusa.com
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