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Scott bringt Genius LT mit 185 Millimeter Federweg
Scott ersetzt auf kommende Saison ihr Modell «Ransom» durch ein «Genius LT». Mit bis zu 185 Millimeter blockierbarem Federweg will man im Allmountain-Sektor einen neuen Standard setzen. Das Kürzel LT steht dabei für «Long Travel» beziehungsweise «Light Travel».

Als Scott vor drei Jahren das Modell Ransom lanciert hat, hat man damit den Nerv der Zeit genau getroffen: Ordentlich Federweg und Stabilität mit relativ geringem Gewicht. Anständige Eigenschaften für den Aufstieg kombiniert mit einer guten Abfahrtskinematik. Die Kombination war auch Ausgangslage des neu entwickelten Genius LT. Das Rahmendesign hat man vom bewährten Genius übernommen, diesem aber deutlich mehr Federweg verpasst. Die Geometriedaten sind sehr ähnlich wie beim Ransom, die Hinterrad-Federung wurde hingegen neu aufgebaut. Scott will nach eigenen Aussagen mit dem «Genius LT» nichts weniger als das Allmountain-Segement neu definieren.

Kern-Element des Genius LT ist das hauseigene «Equalizer 3»-Federbein, das in Zusammenarbeit mit DT Swiss entwickelt wurde. Dieser ermöglicht die Wahl zwischen 185 und 110 Millimeter Federweg wobei auch die vollständige Blockierung möglich ist. Durch einen Hebel sind folgende drei Modi während der Fahrt wählbar:
  • Position 1: 185 Millimeter an der Gabel, 185 Millimeter am Heck
  • Position 2: 185 Millimeter an der Gabel (Gabel absenkbar auf 140 Millimeter), 110 Millimeter am Heck
  • Position 3: Gabel und Federbein blockiert
Mit der Anpassung des Federwegs verändert sich auch die Rahmengeometrie. Schaltet man aus der mittleren Position auf den Abfahrtsmodus, wird der Steuerwinkel etwas flacher, der Radstand etwas länger und das Tretlager liegt leicht tiefer. Den umgekehrten Effekt erzielt man, wenn man aus der mittleren Position in Blockier-Modus wechselt.

Interessante Eckdaten

Das «Genius LT» weist ein einige augenfällige Details auf. So hat Sram dem Bike eine Schaltung mit 30 Gängen verpasst (3x10, erstmals gesehen anlässlich der Produktevorstellung des Genius LT). Das Bike verfügt am Hinterrad über eine 12-Millimeter-Achse von DT Swiss, welche direkt in den Rahmen geschraubt wird. Die Scheibenbremse ist direkt an Kettenstrebe geschraubt und man verzichtet auf überdimensionierte Sattelstützendurchmesser um den serienmässigen Einbau von Vario-Sattelstützen zu ermöglichen. Eine clevere Lösung bietet man mit einer ovalen Aufnahme des Federbeins: Durch die Drehung der Aufnahme kann die Tretlagerhöhe um 8 Millimeter reduziert oder erhöht werden.

Entgegen dem bisherigen Genius wird bei der LT-Version das Federbein umgekehrt montiert. Damit gewinnt man zusätzliche Reifenfreiheit aber auch ein besseres Federverhalten, das der schwerere Teil des Federbeins Teil der ungefederten Masse ist. Neu verfügt das Federbein über einen Sag-Indikator, der künftig auch in den herkömmlichen Genius-Modellen eingesetzt wird.
Bemerkenswert ist auch die Federgabel: Sie entspricht einer «frisierten» Lyrik, welcher Rock Shox 185 Millimeter Federweg verpasst hat. Sie verfügt über die «TwoStep»-Absenkfunktion und kann über den Hebel am Lenker blockiert werden (Position 3, siehe oben)

Das «Genius LT» wird es sowohl in Carbon- wie auch in Aluminiumversionen geben. Der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Ausführungen beträgt rund 250 Gramm. Das Gewicht des Komplettbikes in der Topausführung in Carbon gibt Scott mit 14 Kilogramm an.


Scott Genius LT

Twinloc-Schalter beim Genius LT für die drei Positionen Equalizer3-Federbein beim Genius LT Bremsmontage beim Genius LT

Weitere Bilder zu den Produktnews 2011 von Scott: hier klicken

Meldung vom 07. Juni 2010 (Autor: tg )
 

Kommentare 

 
# Thomas 2010-06-07 17:58
Die Gabel sieht eher wie eine "Boxxer light" als eine "frisierte Lyrik" aus, wie beim Canyon Prototypen letztes Jahr. Kommt hoffentlich in Serie. Und 3x10 Gänge gibt´s mindestens schon einmal, beim S-Works Stumpjumper. Greetz, t.
 
 
# tom 2010-06-07 20:04
versteh nicht wieso scott eine dreifachkurbel verbaut? kompaktkurbel mit bashguard mit hinten 10-fach reicht doch völlig aus. zudem sollte da unbedingt eine schaltbare kettenführung dran. der rest sieht ja sonst sehr vielversprechend aus:) wenn jetzt noch der lenkwinkel um die 66 grad beträgt, dann kann das bike der freeride-knüller fürs 2011 werden!
 

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