Der Schweizer U23-Athlet Reto Indergand bringt als Startfahrer eine Hypothek von 50 Sekunden gegenüber dem Olympia-Bronzefahrer Marco Fontana mit. Indergand ist gut gestartet und dem überlegenen Fontana erst einmal gefolgt. Dieses hohe Anfangstempo muss er büssen. «Ich bin vielleicht ein bisschen zu schnell gestartet», konstatiert Indergand, der schliesslich erst an elfter Stelle wechselt und an Junior Dominic Zumstein übergibt. Dieser liefert eine gute Leistung ab, verliert aber bei einem Sturz etwas Zeit. Er wechselt an vierter Stelle auf Katrin Leumann, welcher im Rennen mit viel Pech ein Ast im Rad verheddert. Sie verliert etwas Zeit und muss die Deutsche Sabine Spitz aufschliessen lassen. «Schade, bis auf das ging es eigentlich ganz gut», meint sie später. So kommt es, dass Leumann an Position sieben an Ralph Näf übergibt. Er muss 40 Sekunden aufholen, um der deutschen Staffel die Bronzemedaille streitig zu machen. «Ich wollte alles geben, egal wie wir liegen. Das habe ich gemacht. Aber nach der Hälfte habe ich gesehen, dass es nicht mehr möglich ist. Ich konnte nur noch den kanadischen Junior überholen», erklärt Näf die Schlussrunde.
An der Spitze des Rennes kommt es indes zu einem italienisch-französischen Duell. Der italienische U23-Fahrer Luca Braidot und der französische Elite-Fahrer Maxime Marotte duellieren sich bis zur Zielgeraden. Es ist schliesslich der jüngere Braidot, der sich im Sprint durchsetzen kann und mit einer halben Radlänge Vorsprung den Italienern zur ersten Goldmedaille der Weltmeisterschaften 2012 verhilft.
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