| Schurter hat im Valdisole erneut die Nase vorn |
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Nino Schurter gewinnt im Val di Sole den Weltcuplauf vor Julien Absalon. Taktisch perfekt fahrend, bezwingt Schurter den Franzosen analog den Weltmeisterschaften in einem Aufstieg unmittelbar vor dem Ziel. Die Ausgangslage im Kampf um den Gesamtweltcup könnte nun spannender nicht sein.
Unmittelbar nach dem Start kann sich eine hochkarätige Gruppe mit Julien Absalon, Nino Schurter, Florian Vogel, José Hermida, Mathias Flückiger und Ralph Näf absetzen. Nachdem anfänglich die beiden Multivan-Merida-Fahrer Hermida und Näf das Tempo nicht mehr mitgehen können, muss sich Absalon mit den drei restlichen drei Schweizern abmühen. In der vorletzten Runde muss dann auch der, noch in der U23-Klasse startende Flückiger klein beigeben ehe kurz vor dem Ziel sogar der Champéry-Sieger Vogel nicht mehr mitziehen kann. Wie bereits bei den Weltmeisterschaften in Canberra ziehen Schurter und Absalon von Dannen und liefern sich ein Duell der Spitzenklasse. Und als wäre es ein Déjà -Vu, entscheidet Schurter das Rennen unmittelbar vor dem Ziel. Auf der Rennstrecke im Val di Sole gilt wie bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr die Weisheit, dass wer als erster auf die Zielgerade einbiegt, das Rennen auch gewinnen wird. Und genau so entscheidet Schurter das Rennen. Im letzten kurzen Aufstieg attackiert der Bündner so kaltblütig, dass Absalon ein Loch von ein paar wenigen Meter aufreissen lassen muss. Dies reicht Schurter schliesslich, den Sieg ins Trockene zu bringen – genau gleich wie bei der WM in Canberra. Schurter übernimmt mit seinem Sieg auch die Fürhung im Gesamtweltcup. Er liegt 26 Punkte vor Absalon. Damit wird erst der anstehende Weltcupfinal in Windham entscheiden, wer in diesem Jahr die Weltcup-Krone sein eigen nennen darf. Eine spannendere Ausgangslage ist für die zweite Saisonhälfte mit Weltmeisterschaften und Weltcupfinale nicht vorstellbar. Dritter wird knapp dahinter Florian Vogel und auf dem vierten Rang erreicht Mathias Flückiger das Ziel. Flückiger dürfte damit die U23-Wertung im Gesamtweltcup vorzeitig und überlegen für sich entschieden haben. Er hat in diesem Jahr vier von fünf Weltcup-Rennen unter den besten Zehn beendet - und das obschon er im Frühsommer noch seine Lehrabschlussprüfung absolvieren musste. Bemerkenswert ist Ralph Näfs fünfter Platz. Im Training hat sich der Thurgauer vor knapp zwei Wochen zwei Rippen gebrochen und musste deshalb auf einen Start beim Weltcup in Champéry verzichten. Dass er nun als Fünfter das Ziel erreicht, macht ihn für die Marathon-Weltmeisterschaften am kommenden Wochenende in St. Wendel zum Topfavoriten. Bilder zum Weltcup: hier klicken
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Meldung vom 31. Juli 2010 (Autor: tg ) |
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