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SBB: Veloverlad auf ICN weiterhin problematisch
Mit der Einführung der ICN-Neigezüge haben sich die SBB in Sachen Velotransport das Leben schwer gemacht. Mit Extrazügen versuchte man letztes Jahr, dem Passagierbedürfnis des Veloselbstverlades nachzukommen. Diese werden nun aufgrund mangelndem Interesse diesen Sommer nicht weitergeführt. Auf der Jurasüdfuss-Linie Zürich-Lausanne und zwischen Biel und Basel ist der Velotransport nur noch erschwert und mit kostenpflichtigen Reservationen möglich.

Anspruch auf Biketransport in regulären Zügen
«Aus diesen Gründen (mangelndes Interesse und zu hohe Kosten) müssen wir auf eine definitive Einführung der Velo-Extrazüge verzichten. Offensichtlich besteht für solche Extrazüge neben dem regulären guten Bahnahngebot mit Veloselbstverlad kein Bedarf» meint Roland Binz, Pressesprecher der SBB. Damit dürften er die Lage korrekt einschätzen. Es besteht seitens Velofahrer tatsächlich kein Bedürfnis nach Extrazügen sondern vielmehr der Anspruch, das Bike in den regulären Linienzügen mitnehmen zu können ? wie dies seit vielen Jahren problemlos möglich ist.

Ärger mit der kostenpflichtigen Reservation
Mit der Anschaffung der ICN-Neigezüge haben sich die SBB ein Ei gelegt. Durch die langjährige Tradition, das Velo (in Gepäckwagen oder im Veloabteil der Doppelstock-Kompositionen) problemlos transportieren zu können lösten sie auf Kundenseite eine Erwartungshaltung aus, der sie mit den Neigezügen überhaupt nicht gerecht werden. Mit der kostenpflichtigen Reservationspflicht versuchte man dem Ganzen Herr zu werden, verärgerte aber vor allem bisher zufriedene Fahrgäste.

Trotz allem: SBB bleibt einzigartig
Die SBB ist und bleibt aber in Sachen Velotransport eine der vorbildlichsten Bahnbetriebe der Welt ? immerhin sind 95 Prozent der Personenzüge für den Velo-Selbstverlad frei zugänglich. Zudem müssen die Bundesbahnen für Velofahrer während sehr kurzen Perioden (schöne Sommerwochenden und Ferienzeit) einer kaum nachzukommenden Nachfrage entgegen kommen. Mit der Anschaffung der Neigezüge haben sie dieses Problem zusätzlich verschärft und eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung ist nicht in Sichtweite.

Meldung vom 17. April 2005 (Autor: red )
 

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