Die SBB muss sich für einen peinlichen Zwischenfall auf der Linie Zürich-Landquart entschuldigen. Eine Zugbegeleiterin hat von mitgeführten Velos im Selbstverlad keine Besitzer ausmachen können und darauf kurzerhand zur Selbstjustiz gegriffen. Sie hat die Luft aus den Reifen der Mountainbikes gelassen und dies nachher auch zugegeben.

Die Mutter war mit ihren zwe Töchtern unterwegs von Zürich nach Landquart und wollte da in die Rhätische Bahn umsteigen. Sie hatte für die Familie wie auch für die Bikes die nötigen Tickets, nach ihren Angaben diese auch der Kontrolleurin gezeigt, und Helme auf den Sitzbänken hätten sie auch klar als Radfahrer ausgewiesen. Zudem seien sie in einem Abteil in der Nähe der Räder gesessen. Trotzdem will die Zugsbegleiterin nicht herausgefunden haben, wem die Räder gehören. Sie «strafte» die Velofahrer, die sich anscheinend nicht zu erkennen gaben, indem sie die Luft aus Reifen liess.

Die unübliche Massnahme ist nun der SBB sichtlich peinlich. Gegenüber der Zeitung «20 Minuten» sagte Pressesprecher Reto Kormann, dass ein solches Verhalten unentschuldbar sei und in keiner Weise dem Servicegedanken der SBB entspreche. Der Vorfall werde «Massnahmen auf Personalebene» zur Folge haben, die er aber nicht genauer bezeichnen könne. Die fehlbare Kontrolleurin befinde sich noch in der Ausbildung.

Link zum Bericht von 20 Minuten: http://www.20min.ch/schweiz/dossier/oevau/story/16783715

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