| Rundschau thematisiert die Zürcher «Velo-Rowdies» |
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Nachdem die NZZ in diesem Frühling die alljährlich Debatte über die gesetzlosen Velofahrer lanciert hat, nimmt sich nun auch das Schweizer Fernsehen mit der Sendung Rundschau dem Thema an. Der Beitrag zeigt eine skurrile Kontrollaktion der Stadtpolizei Zürich.
Mindestens neun Stadtpolizisten sind an der Kontrolle beteiligt. Es scheint, als sei man auf der Suche nach einem flüchtigen und gefährlichen Straftäter. Doch die Aktion gilt einzig und allein den Velofahrern. Bei einem naheglegenen Lichtsignal kontrolliert ein Polizist in zivil, ob Velofahrer das Rotlicht überfahren. Sündige werden etwas entfernt davon aufgehalten und entsprechend gebüsst. Kontrolliert wird aber auch, ob das Velo eine Beleuchtung hat und eine Klingel und ob die leidige Velovignette aufgeklebt ist. «Die Vignette, das ist immer das Erste, das Wichtigste» lässt sich ein Polizist in der Reportage zitieren. Wer keine gültige Vignette am Bike hat, darf nicht mehr weiterfahren und wird mit 40 Franken gebüsst und muss das Bike schiebend von Dannen ziehen. Als wäre das Fehlen einer Vignette ein Sicherheitsrisiko. Eine gebüsste Frau spricht Klartext: Sie schiebe bis zur nächsten Kurve und sobald sie aus dem Blickfeld der Polizisten sei, fahre sie wieder. So werden es wohl sämtliche Gebüsste tun. Die Stadtzürcher Polizei scheint sich der Sysiphus-Arbeit nicht zu schade zu sein. Das für Velofahrer scheinbar keine Sicherheitsregeln im Stadtverkehr gelten, ist ein echtes und ernsthaftes Problem (das aber mit Polizeikontrollen kaum anzugehen ist). Ins Studio geladen ist im Anschluss an die Reportage Franziska Teuscher, Nationalrätin der Grünen und Präsidentin des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS). Anstelle klarer Positionen oder Stellungnahmen drückt sie sich aber um konkrete Antworten und driftet fast bei jeder Frage ins Allgemeine ab. Mit solchen Positionen ist das Problem nicht in den Griff zu bekommen. Die Rundschau hat zu diesem Thema ein eigenes Forum lanciert, wo die Zuschauer ihre Meinung zum Thema einbringen können. www.sf.tv/sendungen/rundschau/forum/forum.php?forumid=2284 Rundschau-Beitrag vom 28. April: http://videoportal.sf.tv/video?id=9312feaa-95d7-4e56-a1a3-e1da6d3b2dcf Interview mit Franziska Teuscher: http://videoportal.sf.tv/video?id=32973eac-d22b-4c68-bff7-bd70b98bbb66 Artikel in der NZZ zu diesem Thema: http://www.ride.ch/site/index.php/nzz-lanciert-fruehlings-schelte-an-velofahrer.html |
Meldung vom 29. April 2010 (Autor: tg ) |








Kommentare
Ich bin jeden Tag mit dem Velo unterwegs in Bern, wenn die Autofahrer so fahren würde wie einige Velofahrer, ja dann gute Nacht.Und die Velos sind ja oft ziemlich schlecht zwäg, fällt vor allem in den eher dunklen Jahreszeiten auf: Licht ist für viele ein Fremdwort, aber das zählt wohl nicht in die Abteilung skurill sondern cool für Euch.
Es braucht einige Neuerungen im Strassenverkehr, eine davon könnte lauten «rechtsabbiegen» erlaubt auch bei Rot für Velos.
Vorschläge werden sicher auch von den ride-Redaktoren noch folgen, damit das echte und ernsthafte Problem gelöst werden kann.
Schöne Tag
Weshalb meinen viele VelofahrerInnen (jeglichen Alters notabene), sie könnten ungebüsst bzw. ungestraft die Verkehrsregeln so auslegen wie sie ihnen gerade passen? Wieso scheren sich nicht wenige Velofahrende darum, dass sie wegen fehlender Beleuchtung (und meist dunklen Kleidern) von anderen VerkehrsteilnehmerIn nen nicht oder viel zu spät gesehen werden?
Die Tatsache, dass Velofahren das Klima und unsere Umwelt schont darf nicht als Entschuldigung für unverantwortliches Verhalten gelten.
PS. Ich bin täglich mit dem Velo in Basel unterwegs, in der Freizeit auf dem Bike oder Rennvelo, und ab und zu auch mit dem Auto.
Ich wünsche allen einen schönen Tag.
Die Tatsache, dass Velofahren das Klima und unsere Umwelt schont darf nicht als Entschuldigung für unverantwortliches Verhalten gelten. Gebe ich François Prince ganz recht!
PS. Ich bin oft mit dem Velo unterwegs, in der Freizeit auf dem Bike oder Rennvelo, und aber auch mit dem Auto.