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Rinderknecht triumphiert im Val di Sole
Roger Rinderknecht gewinnt in Commezzadura das Four-Cross-Weltcup-Rennen gewonnen. Der Winterthurer lässt im Finale die beiden Tschechen Tomas Slavik und Michal Prokop hinter sich. Weltmeister Jared Graves aus Australien wird Vierter. Bei den Damen siegt Weltcupleaderin Anneke Beerten, Lucia Oetjen wird Sechste.

Mit einem gewagten Manöver hat Roger Rinderknecht im Val di Sole zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Four-Cross-Weltcup gewonnen. Der 29-Jährige hat einen guten Start, doch Graves war eine Spur schneller und kommt führend aus der ersten Kurve. «Ich bin ruhig geblieben und als Graves in der nächsten Kurve die Außenbahn gewählt hat, bin ich innen rein gezogen und vorbei gekommen», schildert Rinderknecht die entscheidende Situation, bei der es extrem eng zugeht und in deren Folge Graves abbremsen muss, um nicht aus dem Kurs zu fliegen. Rinderknecht lässt sich die Führung nicht mehr nehmen, obwohl Slavik zwei Angriffe unternahm, die Rinderknecht zur Aufbietung seines ganzen Könnens zwingen.

«Ich denke, das Manöver war noch sauber, weil ich in der Kurve vor ihm war», sagt Rinderknecht zu seiner gewinnbringenden Aktion und Graves schüttelt ihm auch fair die Hand. «Es war ein perfektes Wochenende, ich bin super happy, mein Gefühl hat mich nicht getäuscht», sagt Rinderknecht. Der zweifache Vater hat am Freitag zum ersten Mal in seiner Karriere die Zeit-Qualifikation gewonnen und damit die Grundlage für seinen zweiten Weltcupsieg nachdem er 2005 in Brasilien schon einmal gewinnen konnte. Rinderknecht hat ein schwieriges Frühjahr hinter sich, in dem es lange dauerte, ehe man Mineralstoff- und Vitaminmangel als Ursache für andauernde Müdigkeit ausgemacht hat. «Nach diesem Frühjahr bin ich sehr froh, dass ich so zurück kommen konnte. Jetzt bin ich natürlich zuversichtlich für das Weltcupfinale und die Weltmeisterschaft», erklärt Rinderknecht.  

Bei den Damen ist die Konkurrenz eine klare Angelegenheit für Anneke Beerten, die Anita Molcik und Katy Curd hinter sich lässt. Vierte wird Joanna Petterson (Rsa). Lucia Oetjen kommt ins kleine Finale und wird Sechste. «Auf Platz sechs scheine ich festgelegt zu sein. Heute wäre mehr drin gewesen, aber Katie Curd hat mich im Halbfinale überlistet.»

Bilder zum Weltcup: hier klicken

Meldung vom 31. Juli 2010 (Autor: tg )
 

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