| Red Bull Trailfox: O-Töne und Ranglisten |
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Reto Poltera lehnte sich am frühen Sonntag Abend zufrieden an die Theke der Crap Bar in Laax Murschetg. «Die allermeisten Teilnehmer waren sehr zufrieden mit den Strecken und dem Anlass, zudem sind uns ernsthafte Zwischenfälle erspart geblieben. So hat sich in den drei Tagen niemand ernsthaft verletzt», zog der Rennchef des Red Bull Trail Fox Bilanz. Bei der Siegerehrung strahlten dann Janez Grasic und Sarah Stieger mit der Sonne um die Wette.
Vor dem abschliessenden Downhill Trail, einem steilen, verwinkelten Abfahrts-Sprint durch den Wald beim Sportzentrum Prau la Selva, lagen drei Fahrer punktgleich an der Spitze: Der Portugiese Marco Fidalgo (Hot Chili/BTTERRA), Ueli Guntli (ixs Sportsdivision) und Simon Diener (Orange Bike). Für Spannung war also gesorgt, zumal sich auch Janez Grasic (Yeti-ixs Sportsdivision) noch Chancen auf den Sieg ausrechnen durfte. Klarer war die Sache bei den Frauen: Nachdem sie die ersten drei Rennen gewonnen hatte, musste Sarah Stieger (Oakley-Fox) nur noch halbwegs anständig runter kommen, um sich den Gesamtsieg zu sichern. Das Finale hielt, was es versprochen hatte. Sarah Stieger distanzierte Daniela Bossard nochmals um volle zehn Sekunden und wäre mit ihrer Zeit bei den Männern etwa auf Rang 35 gefahren. Damit bewies die Berneckerin, dass sie seit ihrem Rückzug aus dem Worldcup-Zirkus nichts verlernt hat. Bei den Männern sorgte der Franzose Lionel Sequera (Sun Valley-Adidas) mit seinem sehr schnellen Lauf für Raunen beim Publikum. Aber René Wildhaber (Orange-WTB), dem ein Defekt des Scheinwerfers bei der Nachtabfahrt bereits am Freitag Abend alle Chancen genommen hatte, unterbot diese Zeit gleich nochmals ? um nicht weniger als sechs Sekunden! Als Janez Grasic, als viertletzter gestartet, mit der zweitbesten Zeit über die Ziellinie schoss, war der Kampf um den Gesamtsieg beim Trail Fox 2003 voll entbrannt. Bei den drei Führenden machten sich darauf die Nerven bemerkbar. Simon Diener beging schon gleich nach dem Start einen happigen Fehler und kämpfte danach mit seinen Clickpedalen, was ihm die achte Zeit einbrachte ? damit fiel er um vier Rangpunkte hinter Grasic zurück. Der Portugiese Marco Fidalgo kämpfte gemäss eigenen Aussagen noch mit den Folgen der Party von Samstag Nacht. Mit dem elften Rang im Downhill fiel er hinter Grasic und Diener zurück: Er lag punktegleich mit Raffael Rhyner (Team Adler) auf Platz Drei im Zwischenklassement. Nun lag es an Ueli Guntli, den Vorsprung von zwei Rangpunkten ins Ziel zu bringen. Der Melser schaffte trotz einiger Fehler die viertbeste Zeit. So lagen die Teamkollegen Grasic und Guntli gleichauf ? die höhere Anzahl Podestplatzierungen in den vier Rennen entschieden zugunsten von Janez Grasic, der sich den Sieg beim Trailfox 2003 sicherte. O-Töne der Fahrer: Janez Grasic, Yeti-ixs Sportsdivision, Sieger Red Bull Trailfox 2003: «Dieser Sieg versöhnt mich mit der Alpenarena, wo ich bisher bei Rennen nie Glück hatte. Zudem ist dies mein geilstes Comeback, weil ich mir erst vor vier Wochen in Todtnau den Mittelhandknochen und den kleinen Finger gebrochen habe: Da stecken jetzt sieben Schrauben und eine Platte drin, und etwas geschwollen ist die Hand noch. Jetzt ist alles wieder mehr als gut: Die grösste Belastung während der Rennen war, dass ich auf keinen Fall stürzen durfte ? drum bin ich beim Nachtrennen auch etwas zu vorsichtig gefahren.» Ueli Guntli, ixs Sportsdivision, 2ter Rang: «Ich bin auch mit Rang Zwei absolut zufrieden, zumal der Sieg im Team bleibt. Das ganze Wochenende hat mir super gefallen, ganz besonders aber die Nachtabfahrt: Das war einmal etwas komplett anderes, obwohl auch die anderen Rennen viel Spass gemacht haben.» Simon Diener, Orange Bike, 3ter Rang: «Es war eine komplett neue Erfahrung, im Downhill als Führender des Zwischenklassements als Letzter zu starten ? entsprechend war ich etwas nervös und wollte zu viel. Dass es trotz einiger Fehler noch fürs Podest gereicht hat, ist grossartig: Das ist mein erstes Podiumsfinish im Leben, obwohl ich schon oft ganz nah dran war. Der Red Bull Trailfox als Anlass hat mir super gefallen, besonders die Nachtabfahrt: Um vorne zu landen, musste ein guter Allrounder auf einem guten Allround-Bike sitzen.» René Wildhaber, Orange-WTB, 9ter Rang: «Nach dem Missgeschick beim Night-Trail konnte ich mir sowieso alle Ambitionen aufs Gesamtklassement abschminken. Also hab ich danach jedes einzelne Rennen und vor allem die Party am Samstag Abend genossen. Mein persönliches Highlight war die Abfahrt vom Sonntag: Die Strecke war genial verspielt, mit unzähligen kleinen Absprungrampen. Meine Bestzeit zeigt ja, dass mir diese Etappe viel Spass gemacht hat. Red Bull Trailfox 2003, Flims-Laax Klassement Herren: 1. Janez Grasic, ixs Sportsdivision, 21 Rangpunkte (NT 11, DT 3, BX 5, DH 2) 2. Ueli Guentli, ixs Sportsdivision, 21 (NT 3, DT 4, BX 10, DH 4) 3. Simon Diener, Orange Bike, 25 (NT 8, DT 6, BX 3, DH 8) 4. Marco Fidalgo, POR, Hot Chili/BTTERRA, 28 (NT 1, DT 7, BX 9, DH 11) 4. Raffael Rhyner, Team Adler, 28 (NT 4, DT 8, BX 9, DH 7) Klassement Frauen: 1. Sarah Stieger, Oakley-Fox, 4 Rangpunkte (NT 1, DT 1, BX 1, DH 1) 2. Daniela Bossard, ixs Sportsdivision, 10 (NT 3, DT 2, BX 3, DH 2) 3. Sonja Granzow, GER, Power Flower, 13 (NT 2, DT 3, BX 5, DH 3) 4. Anja Jerenko, GER, Power Flower, 15 (NT 4, DT 4, BX 2, DH 5) 5. Florence Scheibli, Steppenwolf, 18 (NT 5, DT 5, BX 4, DH 4) NT = Freeride Night Trail DT = Freeride Day Trail BX = Biker Cross DH = Downhill Trail Detaillierte Klassemente und Impressionen gibts unter: www.redbull-trailfox.ch |
Meldung vom 15. Juli 2003 (Autor: red ) |







