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Ralph Näf ist überlegener Europameister

In eindrücklicher Art und Weise holt sich Ralph Näf in Zoetermeer den Titel des Mountainbike-Europameisters. Mit grossem Abstand vor seinem Freund José Hermida und dem Radquer-Spezialisten Sven Nys gewinnt er bei enorm schwierigen Bedingungen mit einem Start-Ziel-Sieg. Mit Martin Gujan auf Platz 4, Lukas Flückiger auf Platz 5 und Florian Vogel auf Rang 7 ist und bleibt die Cross Country-Abteilung fest in Schweizer Hand.

Näf zeigt in Holland eine Machtdemonstration sondergleichen. In Abwesenheit von Julien Absalon zieht er den versammelten Spitzenfahrern davon als gäbs nichts Leichteres. Runde um Runde baut er seinen Vorsprung auf das Verfolger-Trio Hermida/Gujan/Nys aus. erst in der letzten Runde nimmt er Tempo raus um auf der tiefen, durchnässten Strecke keinen Defekt zu riskieren. Es ist die Näfs zweiter Europameistertitel. Im Jahr 2003 gewann in seinem ersten Jahr in der Elite-Klasse bereits einmal die Kontentalmeisterschaften.

Hinter Näf zeigt Martin Gujan ein beherztes Rennen, um ein Haar hätte es auch ihm aufs Podest gereicht. «Nach einem Fahrfehler konnte Nys leicht davonfahren. Bei solch schwierigen Bedingungen ist es dann extrem schwierig, einen etwa gleich stark fahrenden Gegner einholen zu können», kommentiert Gujan seine Ledermedaille. «Doch ich bin sehr zufrieden. Nach einem schwierigen Start in die Saison läufts mir jetzt wie gewünscht.»

Hinter Gujan sorgt Lukas Flückiger für eine Anekdote: Nur wenige Meter nach dem Start bricht ihm die Schnalle am Schuh und er muss die ersten beiden Runden mit offenem Schuh absolvieren. «Ich dachte, ich lass mir das erst in der zweiten Runde reparieren sonst flieg ich zu viele Ränge zurück. Wir brauchten dann auch fast zwei Minuten, bis wir den Schuh mit Klebband fixiert haben und ich zur Aufholjagd ansetzen konnte», erklärt Flückiger.

Die enorm harten Strecken-Bedingungen fordern ihr Opfer: Christoph Sauser bei der nasskalten Witterung nichts ausrichten, Nino Schurter gibt nach einem Defekt auf Platz 7 auf, der Deutsche Moritz Milatz  stürzt in der Verfolgergruppe mit Gujan, Mitfavorit Peraud gibt ebenfalls auf. Und auch Titelverteidiger Florian Vogel strauchelt: Bei Rennhälfte steigt seine Hinterrad-Bremse aus, trotzdem erreicht er den respektablen siebten Rang.

Rangliste Europameisterschaften 2009, Cross Country Herren:
1. Ralph Näf (SUI), 2.13.10
2. José Hermida (ESP), 2.14.49, +1.39
3. Sven Nys (BEL), 2.16.22, +3.12
4. Martin Gujan (SUI), 2.17.11, +4.01
5. Lukas Flückiger (SUI), 2.18.09, +4.59
6. Milan Spesny (CZE), 2.18.20, +5.10
7. Florian Vogel (SUI), 2.18.34, +5.24
8. Sergio Manceton Gutierrez (ESP), 2.18.39, +5.29
9. Cédric Ravanel (FRA), 2.18.57, +5.47
10. Liam Killeen (GBR), 2.19.08, +5.58
23. Christoph Sauser (SUI), 2.25.06, +11.56
24. Christof Bischof (SUI), 2.25.11, +12.01
56. Nicola Rohrbach (SUI), -3 Runden
DNF. Nino Schurter (SUI)


Meldung vom 12. Juli 2009 (Autor: tg )
 

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