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Der amtierende Schweizermeister Ralph Näf hat beim Swisspower Cup Saisoneröffnungsrennen in Reinach dem Rest der hochkarätigen Konkurrenz den Meister gezeigt. Der Andwiler setzte sich von Beginn weg an die Spitze des Feldes und holte sich den Start-Ziel-Sieg mit 30 Sekunden Vorsprung auf seinen Mitbewohner Martin Gujan. Dieser setzte sich in einem beherzten Finish gegen den Spanier José Hermida durch.
Bereits im Short Race vom Samstag Abend liess Ralph Näf als Dritter seine gute Frühform aufblitzen. Unmittelbar vor dem Start zum Hauptrennen vom Sonntag kündigte er dann seine erneuten Ambitionen auf einen Podestplatz an. Näf beliess es in der Folge nicht bei der blossen Ankündigung, er setzte sein Vorhaben vehement in die Tat um. Mit dem Startschuss stürmte er an die Spitze des Feldes und profitierte dort von der Unterstützung von Florian Vogel (Kölliken), dem Short Race-Siegers vom Vorabend, welcher die Pace in der Kopfgruppe, in welcher sämtliche Favoriten Unterschlupf gefunden hatten, massgeblich diktierte. Ende Runde 2 dann erschien Näf allein auf weiter Flur und diese Position gab er bis ins Ziel nicht mehr ab. Näf realisierte einen überlegenen Solosieg und freute sich darüber entsprechend: «Klar kann ein Rennen noch perfekter laufen als das Heutige, dann nämlich, wenns etwas ringer läuft. Heute wars auf dem weichen Untergrund extrem hart. Trotzdem bin ich natürlich glücklich über diesen Sieg. Zumal hier in Reinach ein Superfeld am Start stand.»
Näf-Gujan, die schnellste WG im Bikezirkus
Mit dem Sieger um die Wette strahlte Martin Gujan, der als Zweiter hinter Näf aufs Podest fuhr. Der junge Bündner war der Überraschungsmann des Tages. Er war in der Verfolgergruppe stets für das Tempo verantwortlich und sorgte mit dem überzeugenden Schluss-Sprint gegen Vorjahressieger Hermida für eine kleine Sensation. «Ich freue mich extrem über diesen zweiten Platz von heute. Besser hätte ich mir den Saisonstart nicht mal erträumen können». Auf den Grund der enormen Leistungssteigerung angesprochen, wies Gujan auf die Vorteile hin, welche ihm die Wohngemeinschaft mit Ralph Näf gebracht hat: «Wir sind eine eine Wohn- und Zweckgemeinschaft. Davon profitiere ich natürlich vor allem im gemeinsamen Training mit Ralph.» Dieser schmunzelte auf die Frage, wer von beiden sich denn nun am Montag der Hausarbeit widmen müsse und war um eine Antwort nicht verlegen: «Derjenige, der weniger Preisgeld eingefahren hat».
Silbermedaillengewinner von Athen 2004 als Dritter
Alles andere als enttäuscht war José Antonio Hermida über seinen dritten Rang. Auch wenn der Spanier seinen Vorjaherssieg nicht wiederholen konnte, sprach auch er von einem erfolgreichen Tag: «Mein Teamkollege Ralph hat heute gewonnen, Gunn-Rita Dahle holte gestern den Sieg vor Irina Kalentieva und ich stehe jetzt als Vierter im Bunde aus unserem Team hier auf dem Podest, das ist nahezu perfekt!» Und dass er bei der Siegerehrung von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle den Siegerstrauss und die Gratulationen entgegen nehmen durfte, liess den sympatischen Spanier noch mehr strahlen: «Blumen und Siegerküsschen von Gunn-Rita, das ist schöner als jedes Preisgeld!»
Weniger erfolgreich verlief das Rennen für Thomas Frischknecht (Feldbach). Der Routinier litt unter den Folgen einer Verletzung am Rücken, welche er sich bei einem Vorbereitungsrennen auf der Strasse zugezogen hatte. Frischi musste das Rennen aufgrund zu starker Schmerzen enttäuscht aufgeben.
Rangliste Swisspower Cup Reinach, Elite Herren 1. Näf Ralph (Andwil) 1:37:33. 2. Gujan Martin (Pragg-Jenaz) +00:29. 3. Hermida Jose Antonio (Spanien) +00:34. 4. Riis-Andersen Peter (DK-) +01:20. 5. Fumic Lado (D-Deutschland) +01:34. 6. Vogel Florian (Kölliken) +01:39. 7. Milatz Moritz (DE-Freiburg) +01:59. 8. Kurschat Wolfram (DE-D-Neustadt) +02:17. 9. Genze Hannes (DE-Herrenberg) +02:24. 10. Bundi Silvio (Chur) +02:27.
www.swisspowercup.ch
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Meldung vom
03. April 2005
(Autor:
red )
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