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Pumas und Graue Panther spielen verrückt

Raubkatzen sorgten am Freitag mehrfach für Schlagzeilen: In Südkalifornien wurden zwei Bikerinnen auf einer Ausfahrt von einem Puma attackiert. Ein Passant konnte das Tier, das sich bereits im Gesicht der einen Bikerin verbissen hatte, mit einem Steinwurf verjagen. Nachdem der Puma von Wildhütern erlegt worden war, fanden diese ganz in der Nähe die Leiche eines Mannes, der vermutlich vom selben Tier getötet worden war. Und in Spanien schlug ein Grauer Panther zu: Ein 84-jähriger Automobilist war ob der nebeneinander fahrenden Alex Zülle, Oscar Camenzind, Fabian Jeker und Santos Gonsalez so in Rage geraten, dass er sie kurzerhand in die Leitplanke drängte. Leider waren in diesem Fall keine Wildhüter zur Stelle.



Die drei Phonak-Fahrer Alex Zülle, Oscar Camenzind und Santos Gonsalez sowie der Baselbieter Fabian Jeker waren am Donnerstag auf einer gemeinsamen Trainings-Ausfahrt in der Gegend des südspanischen Alicante. Wie für Gümmeler üblich, fuhren sie dabei je zu zweit nebeneinander - eine Praxis, die seit dem Jahreswechsel in Spanien sogar offiziell erlaubt ist. Offensichtlich war dies dem 84-jährigen Automobilisten nicht bekannt, denn der sah in den Radprofis vor allem ein Verkehrshindernis und schimpfte sogleich auf diese ein.



Das Auto als Waffe - auch für Rentner

Als einer der Fahrer die Schimpftirade des Fahrers mit einer unmissverständlichen Geste beantwortete, startete der Graue Panther durch. Er fuhr die vier Profis kurzerhand in die Leitplanke, konnte von den Radsportlern aber an der Weiterfahrt gehindert und der alarmierten Polizei übergeben werden. Fabian Jeker erlitt beim Vorfall eine über sieben Zentimeter lange Schnittwunde an der Wade, Alex Zülle musste mit fünf Stichen genäht werden und darf während der kommenden zehn Tage nicht trainieren.



«In dieser Phase der Vorbereitung steigern wir jeweils die Trainingsintensität kontinuierlich. Darum wird dieser erzwungene Stop meine Saisonvorbereitung negativ beeinflussen», meinte Fabian Jeker nach dem Vorfall. «Aber zugleich müssen wir alle dankbar sein, denn der Alte hätte uns genauso gut umbringen können.»


Meldung vom 09. Januar 2004 (Autor: red )
 

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