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Die Österreicherin Lisi Osl übernimmt in Champéry erneut die Führung im Gesamtweltcup. Sie gewinnt den Weltcuplauf souverän vor Anna Szafraniec und Lene Byberg, die bisherige Weltcupführende. Katrin Leumann erreicht den ausgezeichneten fünften Platz, Schneitter wird Achte und Saner-Guinchard fährt auf Platz 13.
Osl setzt sich früh im Rennen zusammen mit der Italienierin Eva Lechner ab und bestimmt darauf weitgehend alleine das Tempo. Lechner kann die Führende während langer Zeit auf Sichtdistanz halten, fällt dann aber mit einem platten Hinterreifen zurück. Osl nutzt die Gunst der Stunde und gewinnt das Rennen ähnlich überlegen, wie sie den Weltcupauftakt in Südafrika für sich entschieden hat.
Leumann fährt erstmals aufs Weltcup-Podium
Die Spannung des Rennens liegt nach der Flucht von Osl in dessen Verfolgergruppe, die abwechselnd von der Polin Anna Szafraniec, der Norwegerin Lene Byberg und der Deutschen Sabine Spitz bestimmt wird. Mit in dieser Gruppe ist auch die Schweizermeisterin Katrin Leumann, die schliesslich den fünfte Platz – nd damit ihr bestes Weltcupresultat – ins Ziel bringen kann. «Ich bin ohne Erwartungen ins Rennen gegangen und war auch nicht besonders motiviert. Im Rennen lief es dann aber wie von selbst und als ich Sabine Spitz in einer Abfahrt distanzieren konnte, da kam die ganze Motivation zurück. Ich habe schliesslich den Vorteil, ein Fully zu fahren, auf dieser schwierigen Strecke voll ausgenützt», erklärt Leumann im Ziel.
Schlechte Startposition für Schneitter
Mit Nathalie Schneitter fährt eine zweite Schweizerin unter die besten Zehn. Die Solothurnerin muss wegen ihrem Verzicht auf die Weltcupläufe in Kanada von weit hinten ins Rennen gehen und viel Kraft dafür aufwenden, nach vorne zu kommen. Sie ist darauffolgend in der Verfolgergruppe zusammen mit Leumann und Spitz, muss diese aber in der Schlussphase des Rennens ziehen lassen. Doch mit dem achten Platz zeigt sich Schneitter zufrieden, diese Rangierung entspreche ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit.
Saner mit Selbstvertrauen aus dem Heimrennen
Zufrieden, aber von Krämpfen gezeichnet, erreicht Marielle Saner das Ziel. Ihr 13. Rang ist das beste Cross Country-Resultat der ehemaligen Downhillerin. «Das Resultat gibt mir Selbstvertrauen. Ich weiss, dass ich an guten Tagen Top-15 fahren kann und an sehr guten sogar Top-10», meint sie im Ziel. Vor einer Woche musste Saner das Weltmeisterschaftsrennen wegen Rückenschmerzen noch aufgeben.
Petra Henzi muss das Rennen nach einem Sturz und Schmerzen im rechten Knie aufgeben. Gleiches Malheur erreicht auch die Weltmeisterin Irina Kalentieva, die nicht einmal eine Runde weit kommt. Damit hat sich Anzahl möglicher Siegerinnen im Gesamtweltcup deutlich reduziert. Realistische Chancen haben nur noch Lisi Osl als Führende und Lene Byberg, die 65 Punkte zurück liegt. Die Entscheidung wird in der Damen-Kategorie erst beim Weltcupfinale in Schladming erfolgen.
Rangliste Mountainbike-Weltcup Champéry, Damen:
1. Elisabeth Osl (AUT), 1.39.39
2. Anna Szafraniec (POL), 1.40.33, +0.54
3. Lene Byberg (NOR), 1.41.02, +1.23
4. Eva Lechner (ITA), 1.41.57, +2.18
5. Katrin Leumann (SUI), 1.42.19, +2.40
6. Sabine Spitz (GER), 1.41.19, +1.40
7. Cecile Ravanel (FRA), 1.42.22, +2.43
8. Nathalie Schneitter (SUI), 1.43.04, +3.25
9. Aleksandra Dawidowicz (POL), 1.43.17, +3.38
10. Catherine Pendrel (CAN), 1.44.02, +4.23
13. Marielle Saner-Guinchard (SUI), 1.46.01, +6.22
19. Sarah Koba (SUI), 1.48.43, +9.04
23. Vivienne Meyer (SUI), 1.50.12, +10.33
33. Fabienne Niederberger (SUI), 1.54.23, +14.44
44. Virginie Pointet (SUI), 1.58.48, +19.09
49. Lorraine Truong (SUI), 2.01.10, +21.31
54. Corina Gantenbein (SUI), überrundet
62. Catherine Lori (SUI), überrundet
DNF. Petra Henzi (SUI)
Gesamtwertung Weltcup 2009 nach Champèry (7 von 9 Rennen)
1. Elisabeth Osl (AUT), 1190
2. Lene Byberg (NOR), 1125 (-65)
3. Catherine Pendrel (CAN), 975 (-215)
4. Irina Kalentieva (RUS), 940 (-250)
5. Margarita Fullana (ESP), 912 (-278)
6. Marie-Hélène Prémont (CAN), 673 (-517)
7. Katrin Leumann (SUI), 622 (-568)
8. Willow Koerber (USA), 612 (-578)
9. Sabine Spitz (GER), 600 (-590)
10. Eva Lechner (ITA), 586 (-604)
24. Nathalie Schneitter (SUI), 352 (-838)
30. Marielle Saner-Guinchard (SUI), 314 (-876)
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