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An diesem Wochenende macht der Tross des Mountainbike-Weltcups in Vallnord Halt. Die Bergregion in Andorra wird sowohl Cross Country- als auch Four Cross- und Downhill-Wettkämpfe austragen. Vor allem in der olympischen Disziplin Cross Country ist Hochspannung angesagt, der Kampf um die Olympia-Tickets geht in die nächste Runde. Interessant ist dabei: Bei den Damen glänzt fast die ganze Weltspitze durch Abwesenheit.
Die Cross Country-Rennen in Vallnord werden zu einem grossen Showdown auf dem Weg zur Olympiaqualifikation. Für die deutschen Athleten ist es eine der letzten Qualifikationsmöglichkeiten und auch bei den Schweizern wird die Liste der olympiarelevanten Rennen immer kleiner. Wer sich für die Olympischen Spiele in Peking empfehlen möchte, kann dies nur noch am kommenden Wochenende in Andorra, eine Woche später in Fort William und anlässlich der Weltmeisterschaften Ende Juni tun.
Harter Olympia-Kampf bei den Herren
Am Start in der Herrenklasse ist alles, was Rang und Namen hat. Vor allem die Schweizer lassen ein weiteres Mal ihre Bike-Armada auslaufen. Für Christoph Sauser, Florian Vogel, Nino Schurter, Ralph Näf und Martin Gujan ist das Rennen in Andorra eine weitere Etappe im Kampf um einen der drei Startplätze. Insbesondere Ralph Näf hat angekündigt, nun richtig zu attackieren um sein fast schon verloren geglaubtes Olympiaticket zurück zu holen. Und Christoph Sauser, Nino Schurter und Florian Vogel werden ihre gute Ausgangslage mit allen Kräften zu behaupten versuchen. Mit einem Ergebnis unter den besten zehn würden auch Jürg Graf und Lukas Flückiger die Olympianorm erfüllen. Dann hätten sechs Schweizer die hohen Anforderungen für die Olympiaqualifikation erfüllt.
Nino Schurter geht mit Startnummer vier ins Rennen, Gujan mit der acht, Vogel mit der elf und Graf mit der 13. Ralph Näf muss mit der relativ hohen Startnummer 25 ins Rennen und wird gleich in der Startphase viele Plätze gut machen müssen, um nicht in einem Gerangel stecken zu bleiben und den Anschluss an die Spitze zu verpassen. (Noch) nicht auf der Startliste ist Christoph Sauser, der aber seine Rennteilnahme Ride gegenüber bestätigt hat.
Ebenfalls im Rennen sind Thomas Frischknecht, Lukas Flückiger, Mathias Flückiger, Gion Manetsch, Christof Bischof, Andreas Kugler, Balz Weber, Silvio Bundi, Martin Fanger und Nicola Rohrbach.
Viele Abwesende bei den Cross Country-Damen
Die Startliste des Weltcuprennen in Vallnord ist geprägt durch viele abwesende Topfavoritinnen: Mit Irina Kalentieva, Gunn-Rita Dahle, Marie-Helene Premont und Sabine Spitz haben sich, abgesehen von den Chinesinnen und Marga Fullana, fast alle Siegfahrerinnen abgemeldet. Mit dabei sind aber die Schweizerinnen: Petra Henzi und Nathalie Schneitter starten mit den Nummern fünf und sechs in der ersten Reihe. Auch wenn Henzi und Schneitter für die Spiele in Peking weitgehend gesetzt sind, so bietet das Rennen in Andorra für andere Athletinnen eine gute Gelegenheit, eine der beiden Olympianormen zu erfüllen. Katrin Leumann oder Maroussia Rusca müssten sich dafür unter den besten zwölf klassieren, was bei beiden kein unrealistisches Szenario ist. Weitere Schweizerinnen sind keine am Start.
BMX statt Four Cross bei Rinderknecht und Prokop
Unmittelbar nach den Cross Country-Rennen starten die Four Crosser zu ihren Finalläufen. Weiterhin abwesend ist Roger Rinderknecht, der sich auf die BMX-Rennen konzentriert um hier erstmals an Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Gleiches tut beispielsweise auch Michal Prokop und wird als einer der grossen Four Cross-Fahrer den ersten Weltcuprennen fern bleiben. Mit dabei sind dafür die Schweizer Dominik Gspan, Sydney Gerber, Adrian Weiss, Nicolas Gspan, Martin Frei, Mirco Weiss, Lars Peyer, Adrian Kiener, Martin Buck und Sacha Vetsch. Sie gehören zu den insgesamt 140 Athleten, die sich für die Finalläufe zu qualifizieren versuchen. Dafür müssen sie im Qualifikationslauf eine der 64 schnellsten Laufzeiten realisieren.
Bei den Damen ist die Sache übersichtlicher. Total 14 Athletinnen, darunter mit Rahel Seydoux und Lucia Oetjen zwei Schweizerinnen. Beiden ist ein Podestplatz zuzutrauen.
Viele Schweizer Downhiller am Start
Am sonntäglichen Downhill-Rennen tritt wie schon in Maribor eine ganze Schweizer Armada an: 16 Eidgenossen werden am Start sein: Nick Beer, Dominik Gspan, Samuel Zbinden, Claudio Caluori, Marcel Beer, Patrick Meyer, Lars Peyer, Thomas Jeandin, Nicolas Gspan, Sacha Robert, Roman Roschi, Martin Frei, Jannick Lieberherr, Robin Hagen, Martin Buck und Lucas Meyer. Nach dem Weltcupstart in Maribor werden von den Schweizern keine Spitzenresultate erwartet. Aber Fahrer wie die Gebrüder Beer, Dominik Gspan, Samuel Zbinden und Claudio Caluori haben das Rüstzeug für eine Platzierung weit vorne.
Interessant ist die Schweizer Situation bei den Damen. Emilie Siegenthalers gilt nach ihrem Wechsel in die Downhill-Disziplin als eine der grossen Hoffnungen für Spitzenresultate. In Maribor hat Siegenthaler wegen einem zertrümmerten Hinterrad die Qualifikation für das Hauptrennen verpasst. Mit Miriam Ruchti und Silja Stadler sind zwei weitere Fahrerinnen am Start. Stadler hat ausbildungsbedingt eine längere Pause hinter sich und steht nun seit Langem wieder an einem Dowhill-Weltcup im Starthäuschen.
Weltcup Andorra, Zeitplan:
Samstag: 10.30 Uhr, Cross Country Damen
Samstag: 14.00 Uhr, Cross Country Herren
Samstag: 18 Uhr, Four Cross Herren & Damen
Sonntag: 14 Uhr: Downhill Herren & Damen
Ride ist beim Weltcup in Vallnord vor Ort und berichtet unmittelbar nach dem Zieleinlauf von den Rennen.
Noch schneller ist der SMS-Resultateservice: Sobald die ersten fünf Fahrer im Ziel sind, wird der Resultateservice ausgelöst und per SMS verschickt.
Infos unter www.ride.ch/sms
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