| Offenburg: Absalon kann wieder gewinnen |
|
Julien Absalon liefert beim Weltcuplauf in Offenburg eine Machtdemonstration, wie man sie von ihm in den letzten Jahren oft gesehen hat: Er lässt Nino Schurter als einzigen Widersacher stehen und sichert sich seinen 22. Weltcupsieg. In den Top-6 liegen nicht weniger als vier Schweizer.
Hätte Julien Absalon nicht das Rennen überragend gewonnen, wäre der Weltcuplauf in Offenburg zur Machtdemonstration der Schweizer geworden. Unter den besten sechs Fahrer sind mit Schurter, Sauser, Vogel und Mathias Flückiger deren vier Eidgenossen. Lange mit im Rennen ist auch Lukas Flückiger, der durch einen Hinterraddefekt aber zurückgeworfen wird. Im Mountainbike-Weltcup zeichnet sich immer deutlicher ein grosses Duell zwischen Julien Absalon und Nino Schurter ab. In Offenburg ist es einzig Schurter, der in der Anfangsphase das Tempodiktat des Franzosen erwidern kann. Bei Rennhälfte forciert Absalon aber noch einmal und Schurter kann ihm nicht mehr folgen. Die entstandene Lücke reicht Absalon, seinen ersten Weltcupsieg in dieser Saison sicher ins Ziel zu bringen. «Julien hat dreimal hintereinander angegriffen. Ich war voll am Limit und beim dritten Mal bin ich kurz an einem Betonrohr hängen geblieben. Ich hatte fünf Meter Rückstand, bin aber wieder hin gefahren. Dann war ich aber in der folgenden Abfahrt so blau, dass mir noch mal ein kleiner Fehler passiert ist. Absalon war damit weg und ich habe eine Runde gebraucht, bis ich meinen Rhythmus wieder gefunden habe», erklärt Schurter im Ziel. Absalon übernimmt damit die Weltcupführung, sein Vorsprung auf Nino Schurter beträgt aber nur gerade 44 Punkte. Auf Rang vier meldet sich Christoph Sauser in der Weltspitze zurück. Nach einem verknorksten Weltcupstart muss er in Offenburg auf der letzten Runde den Tschechen Kulhavy ziehen lassen, ansonsten er nach langer Zeit wieder einen Weltcup-Podestplatz hätte einfahren können. Knapp hinter ihm erreicht Florian Vogel das Ziel. Auch er meldet sich wie Sauser nach missglückten Rennen in Dalby Forest und Houffalize ganz vorne zurück. «Ich hatte eine schlechte Startposition und bin am Start das Optimum heraus gefahren. Das hat Körner gekostet und dann bin ich in der ersten Runde auch noch böse gestürzt. Das hätte ein kritischer Moment sein können, aber ich habe gekämpft und deshalb bin ich auch sehr zufrieden», erklärt Vogel nach dem Rennen. Beeindruckend ist die Leistung von Mathias Flückiger, der sich eigentlich auf seine Lehrabschlussprüfungen konzentrieren muss, übers Wochenende aber mit dem sechsten Platz seine Führung im Gesamtweltcup in der U23-Wertung deutlich ausbaut. In der Espoirs-Klasse steht mit Thomas Litscher auf dem dritten Platz ein weiterer Schweizer auf dem Podest. « Ich wollte eigentlich gar nicht starten, weil ich gerade im Prüfungsstress stehe. Aber das Team wollte, dass ich vor Ort bin. Und wenn ich dann schon da bin, dachte ich, kann ich auch fahren. Vielleicht war das die richtige Mixtur», kommentiert Flückiger seine aussergewöhnliche Situation. Nicht am Start ist Ralph Näf, der krankheitsbedingt das Rennen auf Freecaster verfolgen muss.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Meldung vom 23. Mai 2010 (Autor: tg ) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||







