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Nutzen Strassenfahrer heimlich Elektro-Motoren?
Wäre das Datum der erste April, man würde die Nachricht als Scherz einstufen: Italienische Sportzeitungen werfen Strassenfahrern vor, heimlich Elektro-Motoren in ihre Räder zu integrieren. Doping finde nun auch beim Material statt.

Im Gespräch ist dabei insbesondere der kleine Hilfmotor «Gruber Assist», der unsichtbar im Sitzrohr integriert ist und mit einer Verzahnung auf das Tretlager das Pedalieren des Fahrers unterstützt. Den Strassenfahrern wird vorgeworfen, in der ersten Phase des Rennens solche Räder einzusetzen um auf die Endphase das Material wieder zu wechseln und mit mehr Kraft in die Schlussphase zu gehen.

Die Zeitungen berufen sich auf Aussagen aus dem Begleittross des Giro d'Italia. Wer den «Gruber Assist» kennt, der weiss: Im Rennsport müsste eine extrem weiterentwickelte Version eingesetzt werden. Der Hilfsmotor wird insbesondere bei Mountainbikes eingesetzt um weniger trainierten Bikern den Aufstieg zu erleichern. Der «Gruber Assist» ist vor allem bei tiefen Geschwindigkeiten wirksam, in einem Strassenrennen also kaum von Nutzen. Zudem befindet sich der Akku in einer Satteltasche, der Motor gibt einen verräterisches Piepston von sich und die Akkuleistung reicht für rund 45 Minuten.

Ein Video auf Youtube will beweisen, dass Cancellaras Siege bei Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt auf einen Hilfsmotor zurückzuführen sind:


Interessante Diskussion dazu auf cycling4fans.com:
www.cycling4fans.de/forum/thread.php?threadid=24003

Artikel im Tages-Anzeiger:

www.tagesanzeiger.ch/sport/weitere/Der-letzte-Schrei-gedopte-Velos/story/23541394


Informationen zum Gruber Assist:
www.gruberassist.com/category/deutsch



Meldung vom 30. Mai 2010 (Autor: tg )
 

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