| Nationalpark Marathon: Dietsch und Platt gegen die Schweizer |
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Mit seinem Sieg vor Teamkollege Thomas Dietsch hat der Deutsche Karl Platt am superharten Grand-Raid letzten Samstag im Wallis den Tarif für den Nationalpark Bike-Marathon durchgegeben.
138 Kilometer – exakt gleich viel wie am Grand Raid zwischen Verbier und Grimentz – misst auch die Königsdistanz des Nationalpark Bike-Marathon am kommenden Samstag. Es ist die längste Strecke innerhalb der acht Prüfungen zählenden iXS swiss bike classic und die grösste Prüfung dieser Art im Bündnerland. Im Unterschied zur Mutter aller Langstreckenrennen im Wallis gilt es im Engadin aber rund einen Drittel weniger Höhenmeter zu überwinden; in Zahlen 4010. Noch immer eine ganze Menge. Im Unterschied zum Grand Raid spielt die Taktik im Engadin deshalb eine wichtigere Rolle. Das macht die Ausdauerprüfung in diesem Jahr besonders spannend. Teamwork und Erfahrung sind entscheidend Grand-Raid-Sieger Platt weiss bei seinem ersten Start im Nationalpark mit dem Franzosen Dietsch einen erfahrenen Spezialisten an seiner Seite, der im vergangenen Jahr hinter Lukas Buchli und Urs Huber Dritter geworden war. Vorjahressieger Buchli kann auf die Hilfe seines BiXS-Teampartners Thomas Stoll zählen, der das Rennen 2006 für sich entschieden hatte. iXS-classic-Leader Urs Huber wiederum, der 2008 mit neuem Streckenrekord reüssierte, fährt zusammen mit seinen Stöckli-Teamkollegen Thomas Zahnd. Wer von den beiden letztlich seine Chance wahrnehmen kann, ist allerdings offen. Am Grand Raid belegte Zahnd als bester Schweizer den dritten Platz. Huber (5.) musste abreissen lassen und erreichte das Ziel mit deutlichem Rückstand. Ebenfalls zum Kreis der Sieganwärter zählt Alexandre Moos, der Marathon-Schweizermeister von 2009. Der einstige Tour-de-Romandie- und Tour-de-Suisse- Etappensieger aus der Westschweiz hat sein Rendement in diesem Jahr noch nicht erreicht, zeigt aber klar aufsteigende Formtendenz. Bündner Dominanz bei den Frauen Bei den Frauen ist die Vorhersage einfacher. Grosse Favoritin ist Erika Dicht, die bereits das Swiss Bike Masters und die Eiger Bike Challenge für sich entschieden hatte. Auch im Wallis hat die frühere Skirennfahrerin aus Klosters in der Vorwoche gewonnen – allerdings «nur» auf der Kurzdistanz über 68 km. Ein Podestplatz ist zudem Vorjahressiegerin Milena Landtwing aus St. Moritz zuzutrauen. Gespannt darf man überdies auf die Leistung der früheren Kaderfahrerin Andrea Kuster sein. Am Grand-Raid wurde die Davoserin Zweite. Am 24-Stunden-Rennen in Davos war sie sogar schneller als alle Männer. Im Engadin ist damit allerdings nicht zu rechnen. Engadin Nationalpark Marathon, Samstag, 28. August: 07.15 Uhr, Start Vallader-Strecke (138 km) in Scuol 07.45 Uhr, Start Jauer-Strecke (104 km) in Fuldera
 08.30 Uhr, Start Livignasco-Strecke (71 km) in Livigno
 10.15 Uhr, Start Putèr-Strecke (47 km) in S-chanf ab 11.30 Uhr, Zieleinlauf in Scuol auf dem Gelände bei der Eishalle Gurlaina.
ca. 13.15 Uhr, Blumen-Siegerehrung Zwischenstand iXS swiss bike classic (5/8) Herren: 1. Urs Huber (Jonen) 393,63. 2. Stefan Roffler (Chur) 373,67. 3. Philipp Gerber (Aeschi bei Spiez) 365,19. Frauen: 1. Esther Süss (Küttigen) 299,22. 2. Anita Steiner (Einsiedeln) 275,95. 3. Fanny Martinet (Martigny) 247,74. Quelle: Pressemitteilung, Martin Platter |
Meldung vom 27. August 2010 (Autor: tg ) |







