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Näf gewinnt in Schottland erstes Weltcuprennen

Erfolgreiches Cross Country-Weltcupfinale in Schottland für die Schweizer Rennfahrer: Ralph Näf gewinnt mit einer Parforce-Leistung sein erstes Weltcup-Rennen vor Christoph Sauser, der bereits im Juli den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte.

Lange sah es nach einem Sieg für den Schweden Fredrik Kessiakoff aus: Der Siemens Cannondale-Fahrer führte drei von vier Runden alleine an der Spitze. Hinten bildete sich eine hochkarätige Gruppe mit Julien Absalon, José Hermida und Christoph Sauser, noch nicht dabei war Ralph Näf. Erst bei Rennhälfte schloss dieser auf und setzte sich umgehend mit Sauser von der Gruppe ab. Weil sein Teamgefährte Kessiakoff das Rennen anführte, konnte Sauser keine Führungsarbeit übernehmen. Das sah Näf als seine Chance: «Ich fuhr einfach voll am Limit. Ich wusste von der WM, dass ich in ausgezeichneter Form bin. Plötzlich war Kessiakoff vor uns, dann bekam ich Flügel». Näf steigt mit diesem Sieg in den kleinen Kreis von Schweizer Weltcup-Siegern auf. Seit der Einführung des UCI Weltcups 1991 haben nur gerade vier Eidgenossen Weltcupsiege feiern können: Thomas Frischknecht, Christoph Sauser, Beat Wabel und nun auch Ralph Näf.

Auch Sauser konnte gegen Näf nichts ausrichten. Als sie zusammen alleine an der Spitze waren, konnte dieser seine Taktik ändern und nun ebenfalls den Sieg anvisieren. Im fehlte dann aber gegen Näf die nötige Spritzigkeit am Schluss. Sauser fuhr das Rennen auf einem brandneuen Cannondale Rush, das 2006er Marathon-Bike des US-Schmiede.

Ein gutes Rennen lieferte der Fast-U23-Weltmeister Lukas Flückiger. Das ganze Rennen über fuhr er als sehr junger Fahrer in den Top-15 und klassierte sich schliesslich auf dem 12. Platz - als zweitbester Schweizer! Spätestens nach diesem Saisonende sollte auch dem letzten Laien klar sein: Diesen Namen gilt es sich zu merken.

Weltcupfinale Herren Elite
1. Ralph Näf, Schweiz, 2:02.36
2. Christoph Sauser, Schweiz, + 0.01
3. Fredrik Kessiakoff, Schweden, + 0.43
4. Jose Hermida, Spanien, + 1.12
5. Julien Absalon, Frankreich, + 1.50
6. Bart Brentjens, Holland, + 2.35
7. Adam Craig, USA, + 2.36
8. Lado Fumic, Deutschland, + 2.51
9. Cédric Ravanel, Frankreich, + 3.11
10. Manuel Fumic, Deutschland, + 3.55
12. Lukas Flückiger, + 4.06
16. Thomas Frischknecht, + 5.46
19. Martin Gujan, + 6.14
22. Till Marx, + 6.42
23. Andreas Kugler, + 7.07
25. Silvio Bundi, + 7.10
27. Christof Bischof, + 7.59
33. Florian Vogel, + 9.07





Meldung vom 10. September 2005 (Autor: red )
 

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