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Näf gewinnt Auftakt beim Swisspower Cup

Nach der Startschlaufe tauchte Ralph Näf schon als erster im Zielraum in Reinach auf, an seinem Hinterrad so bekannte Fahrer wie Bart Brentjens, Roel Paulissen, Lado Fumic und Thomas Frischknecht. Eineinhalb Stunden später krönte der junge Thurgauer seine Leistung: Nach einem taktisch brillianten Rennen, in dem er die meiste Zeit zusammen mit Fumic und Brentjens vorne weg fuhr, erwischte er die beiden T-Mobile-Fahrer eiskalt und holte sich den Sieg beim Auftakt des Swisspower Cup. Das Rennen der U23 gewann Balz Weber vor Hannes Genze (D) und Nicolas Filippi (FRA).



Wie ein alter Fuchs?

Ralph Näf bestreitet zwar erst seine erste Saison in der Elite-Kategorie, aber bei seinem Sieg fuhr er wie ein ausgefuchster Routinier. Von Beginn an bestimmte er an der Spitze zusammen mit Bart Brentjens das Tempo, ab der zweiten Runde fuhr er dann mit dem T-Mobile-Duo Brentjens (NED) und Lado Fumic (D) allen anderen auf und davon. In der Folge liess er sich von den beiden Landesmeistern nicht abhängen und führte gerade so viel, wie nötig war. Auf dem letzten Kilometer bewies Näf dann, dass er vor grossen Namen keinerlei Respekt hat. Mit einem ersten Antritt distanzierte er den Deutschen Meister Fumic, dann überraschte er Bart Brentjens mit einem Angriff vor der letzten Kurve ? die zwei Bikelängen Vorsprung reichten bis zur Ziellinie gegen den sprintstarken Holländer. Damit konnte Ralph Näf sein erstes Elite-Rennen der Kategorie E1 auf Schweizer Boden gleich gewinnen.



Starke internationale Besetzung

«Heute hat einfach alles gestimmt», meinte ein hochzufriedener, frisch geduschter Ralph Näf im Zielraum. «Die Stimmung im Team Merida ist toll, die Resultate in der Vorbereitung waren auch gut, und das Rennen heute ist schon fast die Krönung. Es war schon toll, mit Lado und Bart an der Spitze davon zu ziehen, und vor Heimpublikum muss man schliesslich etwas zeigen. Also habe ich auf dem letzten Kilometer alles riskiert und in die Pedale getreten, bis mir fast schwarz vor den Augen wurde. Ich wusste schliesslich, wer mir im Genick sass.» Hinter Näf, Brentjens und Fumic fuhren die beiden Franzosen Cedric Ravanel und Jean-Christophe Peraud auf die Ränge Vier und Fünf. Bis zu einem Sturz zwei Runden vor Schluss hielt Thomas Frischknecht Tuchfühlung zu diesen Beiden, musste sich dann aber mit dem sechsten Rang begnügen ? knapp vor Thomas Dietsch. Thomas Hochstrasser kam nach einem harzigen Start immer besser in Fahrt und sicherte sich Rang acht. Silvio Bundi kam im stark besetzten Rennen als vierter Schweizer Elite-Fahrer ins Ziel ? auf Rang 15.



Balz? Flugshow und Flori Vogels Pech

Im Rennen der U23 bekam Balz Weber nur zu Beginn etwas von seinen Konkurrenten mit. Der Bachenbülacher duellierte sich an der Spitze des Rennens mit Florian Vogel, bis dieser in der dritten Runde technische Probleme bekam: Nachdem sich ein Pedal von der Kurbel gelöst hatte, musste Vogel behelfsmässig ein neues Gewinde in die Kurbel schneiden ? während praktisch das ganze Feld an ihm vorbei schoss. Wo andere aufgegeben hätten, fuhr Flori weiter, überholte von da an bloss noch und erreichte schliesslich Rang 22. Vorne setzte sich Balz Weber von den letzten Konkurrenten ab und heftete sich an die Räder von Thomas Dietsch und Thomas Frischknecht. Entsprechend deutlich war im Ziel sein Vorsprung auf die weiteren Podestfahrer, den Deutschen Hannes Genze und den Franzosen Nicolas Filippi: Das Polster betrug gut zweieinhalb Minuten. Wie man es von ihm in Reinach erwartet, feierte Balz seinen Sieg mit einer Showeinlage am Zielsprung ? zum Erstaunen der Zuschauer war es dieses Jahr ein No Footer?



Neben den Siegen von Ralph Näf und Balz Weber ging der Effort der «1984er» fast unter: Mit Till Marx, Lukas Flückiger und Fabio Bernasconi fuhren gleich drei Fahrer auf die Ränge Vier bis Sechs, die vergangene Saison noch bei den Junioren starteten. So schwierig scheint der Schritt von den Junioren zu den U23ern offensichtlich also gar nicht zu sein.



Swisspower Cup 2003, Lauf 1

Reinach / BL, 6. April 2003

Elite Herren


1. Ralph Näf, Andwil, Merida International, in 1:33:50 Stunden

2. Bart Brentjens, NED, T-Mobile, + 0:00

3. Lado Fumic, D, T-Mobile, + 0:22

4. Cédric Ravanel, FRA, Orbea, + 0:42

5. Jean Christophe Peraud, FRA, Cycles La Pierre, + 0:55

6. Thomas Frischknecht, Feldbach, Swisspower Mountainbike-Team + 0 :58

7. Thomas Dietsch, FRA, Bianchi-Motorex, + 1:23

8. Thomas Hochstrasser, Hagendorn, Giant Hooch-Power, + 2 :18

9. Marc Gölz, D, T-Mobile, + 2 :20

10. Johann Pallhuber, I, Siemens-Cannondale, + 2:22

Ferner die Schweizer in den Top 20:

15. Silvio Bundi, Chur, Athleticum MTB-Team, + 4:24 ; 16. Ludovic Fahrni, Les Ponts-de-Martel, GS Bernasconi-Giant, + 4:32 ; 18. Thomas Spichtig, Schaffhausen, Rocky Mountain, + 5:06 ; 19. Christof Bischof, Au/SG, Team Koba, + 5:08 ; 20. Lukas Müller, Samstagern, Coop TG Hütten ? Price, + 5:10


U23 Herren

1. Balz Weber, Bachenbülach, Arrow Swiss Bike Team, in 1:35:16

2. Hannes Genze, D, SRM Power Team / RV Magstadt, + 2:23

3. Nicolas Filippi, F, Veloroc Cavaillon, +2:37

4. Till Marx, Kaltacker, Fischer-BMC, + 2 :42

5. Lukas Flückiger, Ochlenberg, Team Koba, +2:52

6. Fabio Bernasconi, Düdingen, Athleticum MTB Team, + 4:41

7. Raffael Schmid, Gebenstorf, Fischer-BMC, + 5:02

8. Robert Odink, Zeiningen, Team Koba, + 5:17

9. Moritz Milatz, D, ON TOUR Pro-Team, +5:40

10. Martin Gujan, Pragg-Jenaz, Athleticum MTB-Team, +5:58



Alle Resultate gibts unter



www.swisspowercup.ch


Meldung vom 06. April 2003 (Autor: red )
 

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