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München will Eurobike Konkurrenz machen |
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Bayerns Hauptstadt will eine Fahrradmessestadt werden, und sie will es schon rasch. Bereits in diesem Jahr soll die Bike Expo vom 23. bis 26. Juli erstmals ihre Tore öffnen. Das vorstellte Konzept hinterlässt aber einen zwiespältigen Eindruck.
Mit der Messe München interessiert sich einer der grössten und professionellsten Messestandorte von Europa für die Fahrradbranche. Dementsprechend will man auch mit grosser Kelle anrühren. In einer Pressemeldung zur Bike Expo gibt die Messe München bekannt, dass bike-erfahrene Partner mitorganisieren. Dazu gehört unter anderem Plan B, der Organisator des Bike Festivals Riva und die Agentur Rasolution des ehemaligen Freeride-Profis Tarek Rasouli, welche an den Nissan Outdoor Games mitarbeitete.
Für Fachpublikum und Endverbraucher
Laut Pressemitteilung soll die Bike Expo eine Publikumsmesse mit vorgeschalteten Fachbesuchertagen sein. Die Ausstellungsfläche in den Hallen mit den Themenschwerpunkten E- und City-Bikes sowie Mode und Komponenten wollen die Veranstalter hauptsächlich auf das Fachpublikum ausrichten. Dirt- und MTB-interessierte Konsumenten fänden dagegen eine szenengerechte Ausstellung im Frei- und Testgelände mit umfangreichem Rahmenprogramm und Publikums-Radrennen durch die Stadt München.
Termin schmälert Standort-Attraktivität
Trotz dieses verheissungsvollen Konzepts hinterlässt die Bike Expo einen zwiespältigen Eindruck. Zwar ist der Messestandort München bestens für einen solchen Event gerüstet und bietet auch gute Verkehrsanbindungen und genügend Hotelplätze – beides Anforderungen, die bei der Eurobike als ungenügend kritisiert werden. Die Probleme beginnen mit dem Termin und der Ausrichtung. Die Bike Expo liegt Ende Juli mitten in den Sommerferien während der laufenden Bikesaison. Nicht wenige Bikehersteller und Importeure dürften Mühe haben, zu diesem Zeitpunkt bereits Muster und Preise für die nächste Saison zu präsentieren.
Kampf um den ersten Bestelltermin
Branchenkenner aus Deutschland vermuten hinter dem Termin einen Konkurrenzkampf zwischen den grossen offensiven Herstellern und dem mächtigen Händler-Einkaufsverband ZEG. Letztgenannter wird als treibende Branchenkraft hinter der neuen Messe eingeschätzt, obwohl dazu keine offiziellen Statements vorliegen. Die ZEG und die direkten Mitbewerber sind darum bemüht, als Erste die deutschen Händler zur Saisonvorbestellung bewegen zu können. Damit soll verhindert werden, dass die offenbar weniger markentreuen deutschen Velohändler bereits an einem anderen Ort bestellt haben, wenn sie die Neuheiten eines Bikeherstellers präsentiert erhalten. Im vergangenen Jahr rutschten die Hausmesse-Termine von Bergamont, Cube, Giant und der ZEG teilweise bereits an den Anfang des Augusts. Dies erklärt allerdings noch nicht, warum auch Konsumenten bereits die Neuheiten des nächsten Jahres sehen sollen, solange die Saison noch voll läuft. |
Meldung vom
29. Januar 2009
(Autor:
red )
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