Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Mathias Flückiger wird in Schladming Dritter
 
Mathias Flückiger wird in Schladming Dritter

Beim Weltcupfinale in Schladming legt Mathias Flückiger einen Husarenritt an den Tag und fährt auf den dritten Platz – nachdem er zuvor Julien Absalon in die Schranken weist. Vor ihm gewinnt José Hermida nach dem Weltcupauftakt nun auch das Finale. Weltmeister Nino Schurter fährt auf den vierten Platz während Christoph Sauser auf dem zwölften Platz noch immer hinter seinen Resultaten vom Vorjahr liegt.

Flückiger knackt Absalon

Julien Absalon ist seit den Weltmeisterschaft unerwartet der enthronte König des Mountainbikesports. Erst schlägt ihn der junge Nino Schurter an den Weltmeisterschaften, dann kann er gegen die noch jüngeren Burry Stander und Mathias Flückiger im Weltcup nichts ausrichten. Vor allem der Exploit von Flückiger ist aus Schweizer Sicht die Überraschung zum Saisonschluss. Nach einer verknorksten Saison findet Mathias Flückiger bei den beiden letzten Weltcups zu seiner Form zurück. In Champéry wurde er vor einer Wocher Fünfter. «Ich wollte hier in Schladming einfach so fahren wie letztes Wochenende. Das ist mir gelungen. Das Erfolgserlebnis, dass ich selbst Absalon abhängen konnte, kommt wahrscheinlich erst später, jetzt geniesse ich einfach mal den Augenblick», sagt Mathias Flückiger im Ziel.
Während ein entfesselter José Hermida vorne ungefährdet davon fährt und das Rennen souverän gewinnt, muss sich dahinter Mathias Flückiger nur von Ruben Ruzafa geschlagen geben. Ruzafa holt wie ein geölter Blitz von hinten auf, hätte das Rennen noch etwas länger gedauert, wäre wohl gar auch Hermida in Bedrängnis geraten.

Erfreuliches Weltcupfinale für Schurter, Pleiten, Pech und Pannen für andere Schweizer
Erfreut zeigt sich auch Nino Schurter, der mit dem vierten Platz endlich wieder aus Weltcup-Podium fährt. «Am Anfang kämpfte ich wieder mit Atemproblemen, die sich dann aber lösten. Ab diesem Zeitpunkt hab ich mir gesagt: Die Saison geht jetzt noch 90 Minuten, so lange kannst du jetzt leiden wie nie zuvor», sagt der Bündner danach im Ziel. Mit diesem Platz sichert er sich auch einen Podiumplatz in der Gesamtwertung 2009.
Dahinter spielen sie kleine Dramen der Schweizer ab: Christoph Sauser kommt weiterhin nicht auf Touren und liegt auf Rang 12 fernab seines Potenzial. Vor einem Jahr hat er den Finallauf in Schladming noch gewonnen. Dahinter erreicht Lukas Flückiger das Ziel nachdem ihm beim kleinen Ketteblatt die Befestigungsschrauben gebrochen sind und er das ganze Rennen auf der grossen «Scheibe» fahren muss. «Ich bin fast nicht die Aufstiege hochgekommen. So ein hartes Krafttraining wie heute hab ich noch nie gemacht», kommentiert er sein Malheur. Und auch Ralph Näf gehts nicht besser, ihm reisst die Kette und er muss das Rennen auf Platz 80 wieder aufnehmen. Demotiviert gibt er das Rennen in der Folge auf. Martin Gujan geht mit gequetschen Rippen ins Rennen und stürzt erneut. Ins gleiche Horn bläst Florian Vogel, der einen ganz schlechten Tag erwischt. «Alles scheisse», bringt Vogel sein Rennen auf den Punkt.

Flückigers Anekdoten-Welt

Die Brüder Flückiger würden ihrem Ruf nicht gerecht, wenn sie nicht auch heute für eine Anekdote gut wären. Mathias Flückiger nimmt auf Position drei liegend bei der ersten Verpflegungszone nicht etwa einen Bidon entgegen sondern gibt sein Handy ab. Er habe es am Start im Trikot vergessen und müsse während dem Rennen wohl kaum telefonieren. Noch schöner wäre nur gewesen, wenn sein Handy beim Überholmanöver gegen Absalon zu klingeln begonnen hätte – und er das Gespräch angenommen hätte...


Rangliste Mountainbike-Weltcup Schladming, Cross Country Herren:
1. José Hermida (ESP), 1.40.42
2. Ruben Ruzafa (ESP), 1.41.12, +0.30
3. Mathias Flückiger (SUI), 1.42.08, +1.26
4. Nino Schurter (SUI), 1.42.34, +1.52
5. Alexis Vuillermoz (FRA), 1.42.40, +1.58
6. Jean-Christophe Peraud (FRA), 1.43.07, +2.25
7. Roel Paulissen (BEL), 1.43.11, +2.29
8. Sergio Manceton Gutierrez (ESP), 1.43.23, +2.41
9. Moritz Milatz (GER), 1.43.57, +3.15
10. Wolfram Kurschat (GER), 1.44.08, +3.26
12. Christoph Sauser (SUI), 1.44.46, +4.04
13. Lukas Flückiger (SUI), 1.44.47, +4.05
18. Fabian Giger (SUI), 1.45.52, +5.10
26. Nicola Rohrbach (SUI), 1.47.20, +6.38
28. Martin Gujan (SUI), 1.47.46, +7.04
29. Martin Fanger (SUI), 1.47.50, +7.08
31. Patrik Gallati (SUI), 1.48.31, +7.49
35. Thomas Litscher (SUI), 1.49.26, +8.44
41. Lukas Kaufmann (SUI), 1.50.21, +9.39
44. Pascal Meyer (SUI), 1.50.58, +10.16
59. Christof Bischof (SUI), 1.53.23, +12.41
65. Severin Disch (SUI), 1.55.54, +15.12
89. Sepp Freiburghaus (SUI), überrundet
99. Silvio Bundi (SUI), überrundet
113. Benjamin Buchi (SUI), überrundet
116. Mirco Widmer (SUI), überrundet
183. Daniel Kaufmann (SUI), überrundet
DNF. Florian Vogel (SUI)
DNF. Ralph Näf (SUI)

Gesamtweltcup 2009, Cross Country Herren:

1. Julien Absalon (FRA), 1472
2. José Hermida (ESP), 1190 (-282)
3. Burry Stander* (RSA), 1166 (-306)
4. Ralph Näf (SUI), 970 (-502)
5. Nino Schurter (SUI), 859 (-613)
6. Wolfram Kurschat (GER), 796 (-676)
7. Lukas Flückiger (SUI), 794 (-678)
8. Geoff Kabush (CAN), 741 (-731)
9. Jean-Christophe Peraud (FRA), 720 (-752)
11. Christoph Sauser (SUI), 654 (-818)
13. Moritz Milatz (GER), 596 (-594)
20. Mathias Flückiger* (SUI), 507 (-659)
21. Florian Vogel (SUI), 481 (-489)
22. Martin Gujan (SUI), 446 (-413)
28. Rudi van Houts (NED), 352 (-444)
30. Jochen Käß (GER), 319 (-1153)
43. Christof Bischof (SUI), 199 (-1273)
51. Fabian Giger (SUI), 151 (-1321)
53. Lukas Kaufmann (SUI), 149 (-1323)
64. Thomas Litscher (SUI), 97 (-1375)
69. Nicola Rohrbach (SUI), 85 (-1387)
74. Martin Fanger (SUI), 188 (-1284)
76. Jürg Graf (SUI), 71 (-1401)
81. Patrik Gallati (SUI), 61 (-1411)
83. Pascal Schmutz (SUI), 57 (-1415)
86. Balz Weber (SUI), 51 (-1421)
96. Severin Disch (SUI), 32 (-1440)
100. Silvio Bundi (SUI), 29 (-1443)
103. Sepp Freiburghaus (SUI), 28 (-1444)


Meldung vom 19. September 2009 (Autor: tg )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links