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Mathias Flückiger gewinnt bei den Europameisterschaften die Goldmedaille in der Junioren-Kategorie. Im packenden Rennen, bei dem Flückiger zeitweise allein in Führung lag, distanzierte er den Franzosen Alexis Vuillermoz im letzten Aufstieg um einige Meter und kann diese bis ins Ziel retten. Ausgezeichneter Dritter wird Pascal Meyer, Mitfavorit Martin Fanger wird fünfter.
Dabei erwischte Mathias Flückiger einen ausgesprochen schlechten Start konntesich dann aber schnell in die ersten Zehn arbeiten. «In den harten Anstiegen hab ich gemerkt, dass ich hier der Schnellste bin» meinte Flückiger im Ziel. Da war es dann auch, wo er dem Franzosen Vuillermoz die entscheidenden Meter abnehmen konnte. Für Mathias Flückiger, der Bruder des Fast-Weltmeisters Lukas, ist es eine erstaunliche Saison. Bis im Herbst letzten Jahres fuhr er keine Rennen, versuchte sich dann im Radquer - und wurde Schweizermeister. In seiner ersten Mountainbikesaison wird er dieses Jahr in Savognin Schweizermeister und doppelt nun mit dem Titel des Europameisters nach.
Ein eindrückliches Rennen lieferte auch Pascal Meyer mit der Bronzemedaille. Als Mathias vorne alleine auf der Flucht war, habe er zusammen mit dem Franzosen Vuillermoz nicht nachgeführt - musste diesen dann aber ziehen lassen. Der dritte Platz ist für Meyer sein grösster bisheriger Erfolg, fährt er doch nicht mal in einem der grossen Rennteams sondern für den Veloshop Weidmann, wo er auch die Lehre als Fahrradmechaniker absolviert.
Pech hatte Martin Fanger, vor einem Jahr hinter Patrik Galatti noch zweiter. Mit einem defekten kleinen Kettenrad musste er in den steilen Anstiegen entweder unglaublich grosse Gänge fahren oder das Bike schieben. Zuvor beteiligte er sich mit Flückiger und Meyer an der Führungsarbeit. Mit dem siebten Platz ist er unter diesen Umständen ganz zufrieden - auch wenn er unbedingt gewinnen wollte. Aber jetzt habe er ja noch die Weltmeisterschaften, meint der sympathisch selbstbeuwsste Fanger im Ziel.
Nicht nach Wunsch verlief es auch mit Titelverteidiger Martin Fanger, der gleich nach dem Ziel enttäuscht das Weite suchte. Er erwischte einen misslichen Start und konnte sich im Anschluss nur sehr langsam nach vorne arbeiten.
Rangliste Europameisterschaften 2006, Junioren: 1. Mathias Flückiger, Schweiz 2. Alexis Vuillermoz, Frankreich 3. Pascal Meyer, Schweiz 4. Paolo Treachi, Italien 5. Cristian Cominelli, Italien 6. Matthias Wengelin, Schweden 7. Martin Fanger, Schweiz 10. Patrik Gallati, Schweiz 17. Severin Disch, Schweiz 22. Thomas Litscher, Schweiz 37. Giancarlo Sax, Schweiz 38. Jeremy Huguenin, Schweiz
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