| Mathias Flückiger holt viertes EM-Gold für die Schweiz |
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Mit einer souveränen Vorstellung hat Mathias Flückiger seine Favoritenstellung bei der Europameisterschaft der Mountainbiker in Haifa unter Beweis gestellt. Der 21-Jährige sorgt im U23-Rennen für die vierte Schweizer Goldmedaille im fünften Wettbewerb. Patrik Gallati komplettiert hinter dem Holländer Niels Wubben als Dritter den Schweizer Erfolg.
Mathias Flückiger lässt von Beginn an keine Zweifel an seinem Goldkurs. Bereits in der ersten von sechs Runden ergreift er bei 35 Grad im Schatten die Initiative und wird an der Spitze zum Solisten. «Es war so nicht geplant, das ergab sich halt so. Vom Weltcup kenne ich ein höheres Tempo und ich wollte die Konkurrenz unter Druck setzen». Die angesprochene Konkurrenz macht keine Anstalten dem Weltcup-Gesamt-Sechsten nach zu jagen, sondern beginnt einen interessanten Kampf um Silber und Bronze, in den zuerst fünf Fahrer verwickelt ist, nicht aber der spätere Dritte Patrik Gallati, der sein Rennen verhalten beginnt. Mathias Flückiger kann sich an der Spitze Ende der zweiten und in der dritten Runde sogar zwei Reifendefekte erlauben und gewinnt überlegen mit 2:28 Minuten Vorsprung auf Wubben. «Zum Glück konnte ich jeweils den Schaden beheben. Jetzt freue ich mich über den Titel, obwohl ich ja eigentlich gar nicht hierher kommen wollte. Ich denke, das gibt mir Selbstvertrauen für die kommenden Wochen und ich konnte mal üben wie man ein Rennen gewinnt», sagt Flückiger im Ziel. Dort erwartet man eigentlich Martin Fanger als zweiten Schweizer Medaillengewinner. Nach permantenten Positionswechseln hat er sich in der vorletzten Runde gemeinsam mit dem Niederländer Niels Wubben von den weiteren Verfolgern abgesetzt und es scheint für ihn nur noch darum zu gehen, welche Farbe die Medaille haben wird. Bis drei Kilometer vor dem Ziel bekämpft er sich mit Wubben, doch dann ereilt ihn kurz nach der Reperaturzone ein Reifendefekt. Er muss einen knappen Kilometer mit einem platten Reifen hinter sich bringen und alle Medaillenträume schwinden sehen. Stattdessen ist es Patrik Gallati, der am Schluss noch mehr Energie aufbringt als der Belgier Sebastian Carabin. Der ist Gallati schon mal um 20 Sekunden enteilt, doch der Schweizer gibt nicht auf. «Ich wollte noch einmal um den vierten Platz kämpfen. Carabin ist ein wenig schwächer geworden und als ich dann Fanger ganz langsam gesehen habe, da hat mich das zusätzlich motiviert. Jetzt bin ich natürlich glücklich, mit einer Medaille hätte ich nie gerechnet», erklärt Gallati, der mit 3:19 Minuten Rückstand das Ziel erreicht. Martin Fanger ist der Pechvogel des Tages. Als Siebter (+5:13) erreicht er das Ziel. «Das war einfach Pech», sagt ein völlig konsternierter Fanger im Ziel. Die Schweizer Mannschaftsleistung ist dennoch erneut überragend, denn Matthias Rupp kommt ein weiterer unter die besten Zehn (+5:40). Bilder der EM: hier klicken |
Meldung vom 08. Juli 2010 (Autor: tg ) |







