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Martinez zu vier Monaten Gefängnis verurteilt

Die Weltcup-Saison hat noch nicht einmal begonnen, schon steht der Miguel Martinez ohne Team da. Der Franzose wurde vom Team Felt mit sofortiger Wirkung entlassen und wird nicht wie geplant beim Weltcupstart in Südafrika an den Start gehen. Der Grund: Miguel Martinez wurde zu vier Monaten bedingter Gefängnisstrafe verurteilt wegen Gewalt an seiner damaligen Ehefrau.



Miguel Martinez scheint seine neue Mannschaft Felt nicht darüber informiert zu haben, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen häuslicher Gewalt läuft und in welchem er nun auch verurteilt wurde. In Form einer bedingten Gefängnisstrafe muss Martinez zwar nicht ins Gefängnis, darf sich aber in diesen vier Monaten nichts zu schulden kommen lassen. Er darf in dieser Zeit das Land nicht verlassen - eine erdenklich ungünstige Ausgangslage für einen internationalen Rennfahrer. Gemäss einer Meldung der französischen Presseagentur AFP soll Martinez im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt bereits vor zwei Jahren in Konflikt mit dem Gesetz geraten sein.



1997 bis 2000: Ära der Tragödien im Mountainbikesport


Martinez war in den Jahren 1997 bis 2000 der ganz grosse Mountainbiker, gewann im Jahr 2000 die Olympischen Spiele und wurde Weltmeister. Danach wechselte er auf die Strasse, konnte da aber nie richtig Fuss fassen und versuchte später die Rückkehr in den Mountainbikesport - wo er ebenfalls nicht mehr an seine grossen Tage anknüpfen konnte. Bizarr erscheint die heutige Situation, wenn man seine damaligen Mitstreiter auflistet: Christophe Dupouey (Suizid), Michael Rasmussen (Auschluss aus Tour de France), Filip Meirhaeghe (Dopingüberführung), Jérôme Chiotti (Dopinggeständnis), Roland Green (Depressionen, Burnout).



www.teammtbfelt.com


Meldung vom 08. April 2009 (Autor: red )
 

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