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Martin Kraler für ein Jahr gesperrt
Die nationale Anti-Doping Agentur Österreichs hat den Mountainbikeprofi Martin Kraler für ein Jahr gesperrt. Der Innsbrucker wurde am 29. Juni beim Spessart Bike Marathon in Frammersbach (D) positiv auf die verbotene Stimulans Cathin getestet. Kraler hatte beim Rennen der UCI Kategorie C1 den dritten Platz belegt.
Keine Stellungnahme
Noch ist das Urteil im Fall Kraler nicht rechtskräftig. Der betroffene Sportler hat sich bis dato nicht zu den Fakten geäussert und liess lediglich verlauten, zu gegebenem Zeitpunkt eine Erklärung abzugeben. Cathin - die Substanz in Kralers Probe - ist ein Amphetamin und gehört zur Gruppe der Stimulantien. Der Wirkstoff wird unter anderem aus den Blättern des in Ostafrika beheimateten Kathstrauches gewonnen und steht auf der Dopingliste des IOC. Cathin hat eine stimulierende und euphorisierende Wirkung, wir aber auch als Appetitzügler eingesetzt.

Internationale Teams

Martin Kraler ist mehrfacher Österreichischer Landesmeister, stand bei Europameisterschaften auf dem Podium und belegte bei der Marathon WM 2004 den vierten Rang. Der 33-jährige Kraler war während den letzen Jahren bei den internationalen Teams Giant Racing und Bianchi engagiert. Nach 2007 lief sein Vertrag beim italienischen Rennstall Bianchi aber aus und er war 2008 als Einzelfahrer für die Bekleidungsmarke Craft unterwegs.

Grosses Dopingproblem in Österreich

Die seit dem 1. Juli 2008 aktive Anti-Doping Agentur Österreichs sieht sich bereits mit mehreren positiven Fällen konfrontiert. Neben dem Mountainbiker Kraler wurden ebenfalls eine Triathletin und eine Leichtathletin wegen Epo-Missbrauchs für jeweils zwei Jahre gesperrt. Noch ausstehend ist der Fall des vor kurzem überführten Strassenprofis Bernhard Kohl, der im Rahmen einer Nachkontrolle zur Tour de France positiv auf das Epo-Präparat Micera getestet wurde. Der 26-jährige Kohl war bei der Grand Boucle überraschend auf den dritten Rang gefahren.

In der Tat scheint Österreich derzeit ein riesiges Dopingproblem zu haben. Ende September wurde auch der 44-jährige ehemalige Strassenprofi Arno Kaspert wegen wiederholter Dopingvergehen lebenslang gesperrt. Kaspert wurde bei der Österreichischen Marathon-Meisterschaft positiv auf die Substanz Norandrosteron getestet.

Meldung vom 06. November 2008 (Autor: red )
 

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