Nach seinem Rücktritt vom Cross-Country-Sport waren die Augen vor dem Marathon-Weltmeisterschaftsrennen auf Christoph Sauser gerichtet. Für Fachleute war klar, dass er im Kampf um die Medaillenpositionen auf jeden Fall in die Rechnung einbezogen werden muss. Doch es kommt anders: Der Berner Oberländer bekommt zu seinem sehr frühen Zeitpunkt Probleme mit seiner Schaltung. «Zwei Stunden lang konnte ich vorne nicht mehr herunter schalten. Dadurch habe ich den Anschluss verloren. Das war super frustrierend. Ich habe mich sehr gut gefühlt», erklärt Sauser. Er war mit klaren Siegesambitionen ins Rennen gegangen, entsprechend frustiert nimmt er im Rennen die defekte Schaltung zur Kenntnis. «Ich habe irgendwann gemerkt, wie ich es machen muss, damit ich doch runter schalten kann. Auf den letzten 35 Kilometern bin ich dann nach vorne gefahren», berichtet Sauser, dem als Vierter letztlich nur läppische 21 Sekunden auf den Bronzerang fehlen.

15 Kilometer vor dem Ziel ist Sauser bereits Siebter, liegt aber fast vier Minuten hinter dem späteren Sieger Periklis. Der Grieche ist bereits früh im Rennen in Führung gegangen und hat darauf seinen Vorsprung immer weiter ausgebaut. Sogar zwei Reifendefekte können ihn nicht von der Spitze verdrängen. «Ich wollte eigentlich nicht attackieren, aber niemand ist mir gefolgt. Ich bin dann einfach weiter gefahren und habe damit gerechnet, dass sie mich in den technischen Passagen wieder einholen», staunt Periklis über den Rennverlauf.

Obschon eine ganze Schweizer Armada ins Rennen um den Marathon-Titel gestartet ist, kann neben Sauser einzig Martin Gujan ganz vorne mittun. 15 Kilometer vor dem Ziel liegt der Bündner noch auf Bronze-Position, muss aber dann Sauser, Milatz und den Tschechen Novak passieren lassen. «Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Ich war überrascht, dass ich so weit vorne war. Das hat mich zusätzlich motiviert. Am Anfang konnte ich nicht mitgehen. Ich glaube im mittleren Teil hat vielen in der technischen Sektion in dem Matsch die Motivation gefehlt. Deshalb konnte ich so viel aufholen», kommentiert  Gujan sein Rennen.

Alexandre Moos kann am Anfang das Tempo nicht mitgehen, kommt dann aber immer besser ins Rennen. Dann aber bricht ihm etwa zur Mitte der Distanz der Schalthebel, und mehrfach springt die Kette heraus. Dann muss er in der letzten Abfahrt einen Vorderrad-Plattfuss in Kauf nehmen und wird schliesslich Zehnter. Mit Lukas Buchli (11), Nicola Rohrbach (13) und Konny Looser (20) liegen drei weitere Schweizer in den Top-20.

Rangliste Mountainbike-Weltmeisterschaften 2012, Marathon
1. Periklis Ilias (GRE)
2. Moritz Milatz (GER), +2.27
3. Kristian Hynek (CZE), +2.36
4. Christoph Sauser (SUI), +2.57
5. Jiri Novak (CZE), +4.59
6. Martin Gujan (SUI), +5.24
7. Thomas Dietsch (FRA), +6.13
8. Alexey Medvedev (RUS), +6.52
9. Tim Böhme (GER), +7.05
10. Alexander Moos (SUI), +9.00
11. Lukas Buchli (SUI), +10.10
13. Nicola Rohrbach (SUI), +12.23
20. Konny Looser (SUI), +18.26
35. Damian Perrin (SUI), +31.37
43. Stefan Roffler (SUI), +36.43
53. Norbert Wyss (SUI), +47.26

Alle News per Email

Site durchsuchen

Detailsuche: hier klicken
Newsfiltern: hier klicken

Schnellzugriff

Schnellzugriff mit den Webcodes aus dem gedruckten Magazin

Aktuelle Ausgabe

Ride 02/2013Ride 02/2013
seit 2. Mai am Kiosk und im E-Shop
› Details

Magazin-Download

PDF DownloadAusgaben oder Artikel als PDF herunterladen: hier klicken
 
Ride Magazin :: Talstrasse 42d :: CH-7270 Davos :: www.ride.ch :: info@ride.ch       
Ride ist ein Produkt der Swiss Sports Publishing GmbH, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.