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Beim Weltcuplauf in Offenburg sorgte Lukas Flückiger für die Sensation des Tages: Er wurde hinter Julien Absalon und Cedric Ravanel dritter. Gegen Absalon war allerdings nichts auszurichten: Der Franzose fuhr in Offenburg in einer eigenen Liga und distanzierte seinen Landsmann Ravanel um mehrere Minuten. Hinter Absalon spielte sich ein dramatisches Rennen ab. Florian Vogel und Nino Schurter lagen dem Weltmeister dicht auf den Fersen bis beide sich fast gleichzeitig den Wechsel abrissen. Das selbe Malheur erreichte Martin Gujan, bis zum Ausfall ebenfalls in den Top-10 fahrend. Und Ralph Näf fuhr fast das ganze Rennen über mit einer gebrochenen Pedalachse.
Gegen Julien Absalon scheint auch dieses Jahr kein Kraut gewachsen zu sein. Zwar musste er sich beim Weltcup-Auftakt von José Hermida geschlagen geben, beim zweiten Lauf in Offenburg war er dann aber wieder eine Klasse für sich. Mit unglaublichen 2:42 Minuten Vorsprung gewinnt der Franzose das Rennen und übernimmt damit auch wieder die Führung in der Gesamtwertung.
Lukas Flückigers unglaublicher Podestplatz Alle überrascht hat in Offenburg Lukas Flückiger, der das Rennen von Beginn weg mit Martin Gujan weit vorne im Fahrerfeld prägte. Während Gujan mit einem abgrissenen Schaltwerk aufgeben musste, arbeitete sich Flückiger immer weiter nach vorne - bis aufs Podest. «Damit hätte ich vor dem Rennen nicht gerechnet. Ich bin immer meinen Rhythmus gefahren und habe nie attackiert», meinte der WM-Zweite (U23) von Livigno im Ziel. Diese Ruhe zahlte sich mit dem Dritten Platz aus, dem besten Resultat seiner Karriere. In der Weltcup-Gesamtwertung ist Flückiger damit auf den achten Platz vorgerückt, einen Platz vor Thomas Frischknecht.
Viel Pech für Nino Schurter und Florian Vogel Lange sah es im Rücken Absalons nach einem Grosserfolg für das Swisspower-Team aus: Florian Vogel lag Absalon auf Rang zwei auf den Fersen, gleich hinter ihm Nino Schurter. Bei Rennhälfte sprengte es ihm durch den vielen Dreck im Getriebe den Käfig seines Schaltwerks. Während er neben seinem Rad stand und versuchte, den Defekt zu beheben, schloss Nino Schurter zu ihm auf - und just in diesem Moment knallte es auch in seinem Schaltwerk-Käfig. Beide mussten das Rennen enttäuscht aufgeben. Trotz dieses «Nullers» kann Schurter das Leader-Trikot in der U23-Wertung abgeben - weil sein schärfster Gegner, der Däne Jakob Fuglsang, das Rennen weit hinten ohne Punkte beendete. Mit dem siebten Platz von Thomas Frischknecht und Rang 17 von Till Marx darf sich die Bilanz des Swisspower Teams trotzdem sehen lassen. Härter ist es für Florian Vogel: «Ich bin extrem enttäuscht, dass ich auch das zweite Rennen dieser Worldcup-Saison nicht zu Ende fahren konnte. Das ist umso ärgerlicher, als ich heute sehr schnell unterwegs war und mich von einem miesen Startplatz bis an die Spitze des Rennens vorgekämpft habe. So aber muss ich meine Ambitionen auf den Gesamtweltcup vorzeitig bereits ende Mai abschreiben denn bei vier ausstehenden Läufen verträgt es höchstens einen Nuller. Ich aber habe bereits zwei auf dem Konto», meinte ein sichtlich verägrerter Vogel nach dem Rennen.
Christoph Sausers bestes Schlammrennen Christoph Sauser ist bekannt dafür, dass er bei schlammigen Bedingungen nicht auf Touren kommt. Trotzdem: Es war das beste Schlammrennen, dass Sauser je gezeigt hat. «Trocken wäre heute sicher mehr drin gewesen. Ich wusste, das Rennen wird lang und dann kommt meine Zeit. Und am Ende war die Strecke abgetrocknet, dann konnte man wieder alles fahren», meinte Sauser im Ziel zu seinem sechsten Platz und stellt in Aussicht, beim Weltcup in Champéry (unter trockenen Bedingungen) richtig auftrumpfen zu können.
Rangliste Weltcup Offenburg, Herren 1. Julien Absalon (FRA), 2:18:54 2. Cedric Ravanel (FRA), +2:42 3. Lukas Flückiger (SUI), 3:12 4. Jean-Christophe Peraud (FRA), +3:37 5. Kashi Leuchs (NZL), +3:45 6. Christoph Sauser (SUIi), +4:15 7. Thomas Frischknecht (SUI), +4:18 8. Jose Hermida (ESP), 4:45 9. Filip Meirhaeghe (BEL), +5:15 10. Yuri Trofimov (RUS), +7:02 15. Balz Weber (SUI), +8:22 17. Till Marx (SUI), +8:47 18. Ralph Näf (SUI), +9:20 21. Jürg Graf (SUI), +10:01 22. Silvio Bundi (SUI), +10:44 31. Gion Manetsch (SUI), +12:11 50. Christof Bischof (SUI), +15:40 58. Pascal Meyer (SUI), +18:26 61. Matthias Flückiger (SUI), +18:43 69. Daniel Suter (SUI), +20:19 70. Martin Fanger (SUI), +20:40 74. Andreas Kugler (SUI), -1Runde 86. Fabian Giger (SUI), -3Runden 93. Marcel Wildhaber (SUI), -3Runden 98. Andreas Moser (SUI), -3Runden 99. Lukas Kaufmann (SUI), -3Runden 128. Ivan Planzer (SUI), -4Runden 147. Daniel Schütz (SUI), -4Runden DNF Nino Schurter DNF Martin Gujan DNF Alexandre Moos DNF Robert Odink DNF Patrick Gallati
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