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«King of the Trail»: Titel bleibt in der Redaktion
Beim «King of the Trail» präsentierte Simon Ruchti wie jedes Jahr eine neue Disziplin: Zusätzlich zum Gewicht des Bikes, einem kniffligen Hill-Climb und der obligaten Abfahrt zur Tössegg - mit Le Mans-Massenstart, wohlgemerkt - kam noch ein Sprungwettbewerb in die Wertung. Wegen der unsicheren Wettervorhersage blieb das Starterfeld übersichtlich: Die Anwesenden liessen sich an exakt einer Hand abzählen. Das sollte den Spass aber nicht mindern, und am Ende setzte sich die Routine gegen die Jugend durch: Move-Redaktor Laurens verteidigte seinen Titel vor Marc sowie Yves und Organisator Simon Ruchti, die ex-aequo Dritte wurden. Doch was heisst hier Ende: Der Grill wartete schliesslich auf die Fahrer, und der spielt beim «King of the Trail» eine zentrale Rolle.



Beim Bahnhof Glattfelden fanden sich am Samstag fünf Biker ein, um im Wald oberhalb der Tössegg den «King of the Trail» zu ermitteln. Verschiedenste Biketypen wurden zuerst gewogen und dann mit einem Pappteller als Startnummer versehen: Neben zwei vollgefederten Trailbikes, einem robusten Hardtail und einem Dirt Jump-Bike war auch ein schwerer Freerider am Start. So sicherte sich der Titelverteidiger, Move-Redaktor Laurens van Rooijen, schon mal einen mental wichtigen Sieg in der Startdisziplin, denn das schwerste Bike gewinnt hier ausnahmsweise. Dennoch gilt es zu bedenken, dass der Anstieg zum Grillplatz drei mal gefahren werden muss.



In den ersten Anstieg packte Organisator Simon Ruchti dann gleich die zweite Disziplin, den Hill-Climb. Auf einem immer steiler, wurzliger und rutschiger werdenden Trail galt es so weit wie möglich hoch zu fahren. Während der Titelverteidiger und Marc beide mit nur einem Kettenblatt nicht zu weit kamen, mussten Yves und Matthias ein gutes Stück weiter oben kapitulieren. Simon dagegen entschwand auf seinem leichten Vollgefederten den Blicken der anderen und schaffte fast den ganzen Anstieg ? Platz Eins nach dem letzten Rang in der ersten Disziplin.



In die Besichtigung der Abfahrtsstrecke wurde dann gleich die dritte Wertung integriert: Über einen Baumstrunk galt es in eine natürliche Senke zu springen, und dabei nach Möglichkeit auch noch etwas Style zu zeigen. Marc zeigte davon am meisten, Yves, Laurens um Simon im zweiten Versuch etwas, während Matthias für diese Disziplin Forfait erklärte. Nach einem weiteren, kräfteraubenden Anstieg stand der Höhepunkt des «King of the Trail» bevor: Die Abfahrt mit Le Mans-Massenstart. Oder genauer gesag der Freeride, denn die ersten zwei Minuten galt es ebenaus auf einem holprigen Singletrail zu treten, was das Zeug hielt. Yves und Marc legten den schnellsten Start hin, aber Laurens schob sich schon schnell auf Rang Zwei vor. Auch Simon schloss auf, während Matthias sich etwas zurück hielt.



In einem kurzen Gegenanstieg konnten sich Simon und Laurens an den beiden Kontrahenten auf Hardtails vorbei schieben und bis zum Beginn der echten Abfahrt einen ersten Vorsprung erarbeiten. Die Entscheidung im Gesamtklassement war so bereits gefallen, nun ging es um den Sieg in der Abfahrt. Dabei gelang es Laurens, sich durch eine kreative Linienwahl im untersten Abschnitt (beim Sprungwettbewerb entdeckt) an Simon vorbei zu schleichen. Hinter dem Spitzenduo konnte sich Marc noch leicht von seinem Bruder Yves absetzen, Matthias folgte mit Respektabstand, meisterte die Tücken der Strecke aber ebenfalls ohne Probleme. Damit stand das Endergebnis fest: Laurens verteidigte seinen Titel als «King of the Trail», auf die weiteren Plätze fuhren Marc, Yves, Simon und Matthias.



King of the Trail 2004, Glattfelden / ZH

Simon Ruchti's Hardcore-Grillieren für Biker


1. Laurens, 8 Rangpunkte (Gewicht Bike: 17.1/1.; Hillclimb: 4.; Jump: 2.; Downhill: 1.)

2. Marc, 11 Rangpunkte (Gewicht Bike: 14.9/2.; Hillclimb: 5.; Jump: 1.; Downhill: 3.)

3. Yves, 12 Rangpunkte (Gewicht Bike: 12.1/4.; Hillclimb: 2.; Jump: 2.; Downhill: 4.)

4. Simon, 12 Rangpunkte (Gewicht Bike: 12.0/5.; Hillclimb: 1.; Jump: 4.; Downhill: 2.)

5. Matthias, 16 Rangpunkte (Gewicht Bike: 12.6/3.; Hillclimb: 3.; Jump: 5.; Downhill: 5.)

www.ruchtibicycle.ch


Meldung vom 12. Juni 2004 (Autor: red )
 

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