Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Kulhavy und Eiberweiser gewinnen beim Cyprus Sunshine Cup
 
Kulhavy und Eiberweiser gewinnen beim Cyprus Sunshine Cup
Der Cyprus Sunshine-Cup endete in Amathous-Agios Tychonas mit den Siegen von Favorit Jaroslav Kulhavy und Aussenseiterin Mona Eiberweiser. Bei den Männern lag Roel Paulissen auf Platz zwei vor Jan Skarnitzl. Überraschungssiegerin Eiberweiser schlug ihre Teamkollegin Lisi Osl und die Dänin Annika Langvad. Als Gesamtsieger wurden Annika Langvad und Jan Skarnitzl geehrt.

Jaroslav Kulhavy bevorzugte das gleiche Rezept wie vor sieben Tagen. Der Tscheche wollte nicht abwarten, was die Konkurrenz macht, sondern nahm den Faden des Handels sofort selbst in die Hand. Nach der Startrunde übernahm er die Führung, fuhr weg und war vom Rest des Feldes nicht mehr gesehen. Dynamisch und sicher kurvte er durch die Singletrails auf dem Gelände der archäologischen Ausgrabungsstätte Amathous. Sein Vorsprung wuchs, während Jan Skarnitzl und der Schweizer Thomas Litscher versuchten, die Verfolgung aufzunehmen.

Hinter dem Duo lag nach einem schwachen Start ein starker Christoph Soukup zusammen mit Frank Schotman und dem Russen Alexej Medvedev. Soukup schien zu mehr fähig, doch dann riss dem Österreicher die Kette und er fiel aus dem Rennen um die Podiumsplätze zurück. Eine Weile lag auch René Tann in dieser Gruppe, konnte dann aber das Tempo nicht mehr halten und fiel zurück. Dann kam aber die Zeit von Roel Paulissen. Der Marathon-Weltmeister hatte in der ersten Runde einen Reifendefekt zu beheben und kam deshalb von hinten. In der vierten von sieben Runden passierte er Schotman und Medvedev und in Runde fünf erreichte er Litscher und Skarnitzl. Litscher konnte das Tempo nicht mehr halten. «Ich musste nachlassen, damit es mich nicht komplett aufstellt», erklärte Litscher, der den Kontakt zu Paulissen und Skarnitzl verlor, sich aber den vierten Rang sichern konnte. Der Wahl-Italiener Paulissen distanzierte Skarnitzl in der letzten Runde und sicherte sich Rang zwei hinter Kulhavy. Skarnitzl war indes mit seinem dritten Platz sehr zufrieden, sicherte ihm der doch den Sieg in der Gesamtwertung.

Jaroslav Kulhavy, der das erste Rennen in Voroklini ausgelassen hatte, aber war nach seinen drei Tagesssiegen beim Afxentia-Etappenrennen und dem Coup beim Finale in Amathous so etwas wie der Mann der Serie. Im Ziel hatte der WM-Neunte mehr als drei Minuten Vorsprung auf Paulissen und demonstrierte eine hervorragende Frühform.

Eiberweiser wie ein Routinier
Mona Eiberweiser hatte wohl niemand als Siegkandidatin auf der Liste. Es war ihr erstes Rennen in der Elite-Klasse und es war ihr erstes in diesem Jahr für die Junioren-Europameisterin von 2008 aber sie war gleich nach dem Start in Führung und fuhr das Rennen so souverän, als wäre sie ein Routinier. Die 19-jährige Deutsche holte sich einen Vorsprung von 15 Sekunden auf Annika Langvad heraus. Die Dänin versuchte danach die Lücke zu schließen, aber es gelang ihr nur kurz. Ein Grund dafür war wohl auch, dass die Frau im orangefarbenenen Leaderjersey einen schleichenden Plattfuß hatte und mehr und mehr Luft aus dem hinteren Reifen verlor.
Eiberweiser konnte jedenfalls in der zweiten von fünf 5,6-Kilometer-Runden die Führung ausbauen, während ihre Central-Pro-Teamkollegin Lisi Osl von der sechsten Position immer weiter nach vorne rückte. In der dritten Runde überholte sie ihre andere Teamkollegin Anja Gradl und nachdem sie Langvad bereits sehr nahe gekommen war, musste die Dänin ihr Rad wechseln. Der Abstand zwischen Osl und Eiberweiser blieb indessen stabil bei etwa einer Minute und so konnte sich die junge Dame aus Bayern den Sieg und damit einen perfekten Start in die Eliteklasse sichern. Langvad konnte ihren dritten Rang gegenüber Anja Gradl absichern und damit auch den Sieg in der Sunshine-Cup-Gesamtwertung.

Großer Erfolg für Zypern
Nach dem Finale des Cyprus Sunshine-Cup in Amathous, zog Mike Hadjioannou, Organisator der Serie, eine positive Bilanz: «Ich denke, das war ein weiterer Schritt in die Zukunft. Wir konnten einige Dinge verbessern und die Entscheidung die Serie auf zwei Wochen zu reduzieren, hat sich bewährt.» Darüber hinaus verwies er auf die 25 verschiedenen Nationen, aus denen die Sportler nach Zypern anreisten. «Das ist ein großartiger Erfolg für uns und zeigt, dass Zypern als Radsport-Destination anerkannt wird. Gemeinsam mit unserem Hauptsponsor, der Cyprus Tourism Organisation, sind wir sehr glücklich über diese», sagte Hadjioannou. Er unterstrich auch andere Details, wenn er zum Beispiel auf die Baumpflanz-Aktion am Samstag hinwies, die gleich an der Rennstrecke statt fand. Etliche Biker aus verschiedenen Nationen pflanzten nach ihrem Training Bäume unter dem Motto «think green, act green».

www.mtbcyprus.com

Quelle: Pressemitteilung

Bilder des Sunshine Cups 2010:
www.ride.ch/site/index.php/component/option,com_joomgallery/Itemid,75/catid,40/func,viewcategory/

Meldung vom 07. März 2010 (Autor: tg )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links