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Klarere Olympia-Verhältnisse bei den Damen

Nach dem Weltcuprennen in Andorra hat sich die Situation um die Olympia-Qualifikation der Damen weiter geklärt. Mit ihren konstanten Spitzenplatzierungen dürften die beiden Peking-Startplätze an Nathalie Schneitter und Petra Henzi gehen. Beide haben die geforderten Normen bereits mehrmals erfüllt. Zum Kreis der Olympiakandidatinnen gesellt sich nun aber auch Katrin Leumann.



Schneitter und Henzi dürfen die nächsten Rennen im Bezug auf Olympia entspannter angehen. So verzichtet denn Schneitter auf den kommenden Weltcup in Fort William, Petra Henzi wird in Schottland am Start stehen. Für beide stehen die Weltmeisterschaften Ende Juni nun im Vordergrund um sich anschliessend auf die Olympischen Spiele zu konzentrieren.



Ein Déja-Vu erlebt zur Zeit Katrin Leumann. Bereits für die Spiele in Athen hat die Baslerin die Olympiakriterien zwar erfüllt, musste dann aber den einzigen Startplatz Petra Henzi überlassen. Als sich Henzi dann im Training in Athen den Fussknöchel brach, flog man Leumann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Athen um Henzi zu ersetzen. Die Nachricht erreichte Leumann damals auf dem Fussballplatz. «Ich werde wohl nun wieder mit Fussball spielen anfangen», meinte Leumann lakonisch zu ihrer Situation. Sie schätze die Lage aber realistisch ein und sie wisse, dass ihre Olympia-Chancen klein sind. «Es ist für mich aber wichtig zu wissen, dass ich leistungsmässig olympiatauglich bin», erklärt sie dazu.



Dass gleich drei Damen die Olympianorm erfüllen, widerspricht den meisten Einschätzungen vor der Saison. Allgemein glaubte man, die Ride-Macher inklusive, dass sich nur gerade Petra Henzi für die Spiele qualifizieren könne und einer der beiden Startplätze möglicherweise nicht besetzt werden dürfte. Erfreulicherweise kam es anders.



Mit sehr grosser Wahrscheinlich abgefahren ist der Olympia-Zug für Maroussia Rusca, die nach einem hervorragenden Saisonauftakt ihre Swisspower-Cup-Resultate nicht bestätigen konnte und in Andorra mit dem 25. Platz von einer Olympia-Qualifikation weiter weg ist als je zuvor. Einzige Möglichkeit der Olympia-Qualifikation bleiben die Weltmeisterschaften Ende Juni mit einem Platz unter den ersten fünf – ein gänzlich unrealistisches Szenario.



Die Deutschen Rennfahrerinnen erleben dafür das für die Schweizerinnen vorausgesagte Szenario: Bisher hat sich mit Sabine Spitz nur gerade eine Fahrerin für die Olympischen Spiele qualifizieren können. Nina Wrobel, Adelheid Morath oder Ivonne Kraft fahren momentan weit hinter den Erwartungen. Sie müssten am kommenden Weltcup in Schottland ein Platz unter den ersten fünf erzielen, auch dies ein gänzlich unrealistisches Szenario. Die Weltmeisterschaften zählen, im Unverständnis vieler Fachleute, nicht zu den olympia-relevanten Wettkämpfen.






Meldung vom 31. Mai 2008 (Autor: red )
 

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