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Keine Krise bei KTM

Der Fahrradkonzern KTM lässt sich von der Krisenstimmung nicht beeindrucken. Nach dem Rekordjahr 2008 glauben die Österreicher aus Mattighofen an eine weitere Steigerung in der aktuellen Saison.



Mit 160'000 hergestellten Fahrrädern gehört KTM im Jahr 2008 zu den grossen Herstellern in Europa. Gegenüber dem Vorjahr konnte KTM damit die Produktion um rund 7 Prozent steigern. Den Umsatz konnte KTM um knapp 16 Prozent auf 74 Millionen Euro steigern. Der Umsatz stieg laut KTM überproportional, weil man den Durchschnittspreis der verkauften Räder steigern konnte. Für den Schweizer Markt gibt KTM keine genauen Zahlen bekannt, lässt aber verlauten, dass man seit zwei Jahren auf hohem Niveau stabil verkaufe, beziehungsweise kontinuierlich wachse.

Krise als Chance

Für das laufende Jahr rechnen die Mattighofer mit weiterem Wachstum. Gemäss KTM sollen 173'000 Velos aus der eigenen Montage in Mattighofen rollen. Die aktuelle Wirtschaftskrise sieht KTM-Geschäftsführer Josef Spiessberger als Chance « KTM kann als Vollsortimenter mit 150 Katalogmodellen gerade im City- und Trekkingbereich, zum Beispiel mit dem E-Bike, sehr ergiebige Umsatzpotenziale erschliessen. Dazu macht sich immer mehr die Klimadiskussion und das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft bemerkbar».

Investitionen in die Zukunft
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, baut KTM seine Kapazitäten weiter aus. Aktuell beschäftigt der österreichische Fahrradhersteller rund 270 Mitarbeiter – im letzten Jahr waren es noch 253 gewesen. Um die Qualität auch in der Zukunft zu sichern, hat sich KTM zum Beginn des neuen Modelljahrs zwei neue Fahrrad-Prüfstände angeschafft. Einer davon ist ein ausgeklügelter Walzenprüfstand, der die Strapazen eines Fahrradlebens in nur 70 Stunden simulieren kann. Bereits genutzt wird auch das neue Verwaltungsgebäude in Mattighofen, welches KTM im letzten Jahr für fünf Millionen Euro neu bauen liess.

Meldung vom 14. April 2009
 

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