In der Kategorie Overall Ranking durfte Jürg Graf, der diese Saison erst drei Läufe des EKZ Cup bestritt, zuerst unter die Dusche. Der MTB-Schweizermeister des Jahres 2007 absolvierte die gut 26 Kilometer auf der anspruchsvollen und vom Wetter gezeichneten Strecke am schnellsten und verwies Radquer-Spezialist Simon Zahner und den ehemaligen Junioren-Weltmeister Thomas Kalberer auf die Ränge zwei und drei. Zahner kommentierte das Rennen als sehr anspruchsvoll: «Es wurde einem wirklich nichts geschenkt. Bei solchen Bedingungen wechseln wir im Radquer das Velo jede halbe Runde und die Steigungen sind nie so lang und steil.» Im Gesamtklassement gibt es zwei Rennen vor der Endabrechnung keine grossen Verschiebungen.
Kobas Formtest eine Woche vor der WM
Wie den Sieger der Hauptkategorie sah man auch die heutige Siegerin bei den Damen noch nicht oft am EKZ Cup 2012, denn nach ihrem Start-Ziel-Sieg in Gossau griff sie in Hinwil erst zum zweiten Mal in dieser Saison in die überregionale Rennserie ein. Nach ihrem Triumph in der Ostschweiz dominierte die Sarganserin auch das Renngeschehen im Kanton Zürich. Der Sieg ist umso erstaunlicher, da Koba vor rund zehn Tagen nach einem Sturz im Strassentraining an Kinn und Knie genäht werden musste. «Die geprellten Rippen haben zwar noch geschmerzt, aber es lief von Runde zu Runde besser.» Koba nutze das Rennen als Formtest für die Cross-Country-Weltmeisterschaften, die nächstes Wochenende im Österreichischen Saalfelden stattfinden. Der Test verdient das Prädikat gut, denn Koba verwies die zweitplatzierte Sabrina Maurer mit fast sechs Minuten Abstand auf Rang zwei. Sabrina Baumgartner komplettierte das Podest.
Erfreuliche Teilnehmerzahl trotz Herbstwetter
Getreu dem Motto «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung» fanden nicht nur die Profis ihren Weg nach Hinwil, sondern auch zahlreiche Hobby-und Nachwuchsfahrer. 405 Athletinnen und Athleten kämpften sich durch den anspruchsvollen Parcours. Das OK, welches das Rennen oberhalb Hinwil bereits zum vierten Mal durchführte, ist trotz widerwärtigen Wetterbedingungen während der Vorbereitung rundum zufrieden. Mit erleichterter Miene fasst OK-Präsident Matthias Winkler denn Renntag zusammen: «Es gab keine unvorhergesehenen Überraschungen. Wir mussten lediglich die Renndistanz für die Jüngsten etwas verkürzen, da sie sonst vom Morast zu sehr gebremst worden wären. Alles in allem ist der Renntag ein voller Erfolg.»
Quelle: Pressemitteilung,
www.ekz-cup.ch
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