| José Hermida übernimmt das Weltmeister-Zepter |
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Niemand im Mountainbikesport mag es dem Spassvogel des Rennsports vergönnen: José Hermida gewinnt in Mont-Sainte-Anne auf eindrückliche Art und Weise das Weltmeisterschaftsrennen. Kulhavy wird Zweiter, Stander Dritter. Nino Schurter erreicht nach zwei Platten sichtlich enttäuscht Rang vier.
Bilder von der WM: hier klicken Seit vielen Jahren gehört Hermida zur Weltspitze, lange Zeit war er für Julien Absalon der einzige ernstzunehmende Gegner und sowohl als Junior wie auch in der U23-Klasse war Hermida bereits einmal Weltmeister. Nur der Elite-Titel hat ihm gefehlt – bis zum heutigen Rennen. Mit Tränen in den Augen erreicht der Spanier das Ziel und es gibt niemandem, der dem wohl sympathischten Mountainbike-Rennfahrer aller Zeiten den Titel nicht gönnen würde. Hermida ist als Spassvogel bekannt, er gilt als eines der wichtigsten Elemente für die gute Stimmung im internationalen Rennsport und am Höhepunkt seiner Karriere in Mont-Sainte-Anne zeigen sich auch gestandene Grössen des Rennsport tief gerührt. Sowohl in der Junioren-, wie auch in der U23- und in der Elite-Klasse Weltmeister zu werden, das haben erst ganz wenige Mountainbiker geschafft. Vor Hermida waren es einzig Nino Schurter, Julien Absalon und Miguel Martinez. Eindrücklich ist bei Hermida die Zeitspanne: Der Spanier wurde im Jahr 1996 (!) in Cairns erstmals Weltmeister. Fiasko für die Schweizer Für die Schweizer wird das Rennen in Anbetracht der hohen Erwartungen zum Fiasko. Bester Schweizer ist Titelverteidiger Nino Schurter, der ein beherztes Rennen liefert und die Form gehabt hätte, das Rennen zu gewinnen. Zwei platte Reifen bremsen ihn aber aus und es reicht ihm nur gerade für den undankbaren vierten Rang. Nicht besser ergeht es Florian Vogel und Christoph Sauser. Beide hätten sie zu den Medaillenkandidaten gehört, beide wurden sie durch Reifendefekt ausgebremst. Und Lukas Flückiger stürzt vor der Schlüsselstelle, nimmt diese dann zu Fuss in Angriff und stürzt zu Fuss erneut auf die Steine. Dabei beschädigt er sich einen Schuh und begräbt alle Ambitionen auf ein Spitzenresultat. Und auch Martin Gujan meldet im Ziel einen platten Reifen im Rennen. «Nur» zwei Schweizer in den Top-10 und keine Medaille – auf dem hohen Leistungs-Level der Eidgenossen ist das Abschneiden der Eidgenossen zweifelsfrei als Fiasko zu bezeichnen. Seit dem Jahr 2003 (Wm in Lugano) ist es nicht mehr vorgekommen, dass die Schweizer Cross-Country-Fahrer im Herren-Rennen keinen Medaillenplatz erzielten. «Zwei Defekte konnte ich nicht kompensieren. Das war Pech, oder vielleicht auch ein Fahrfehler. Ich bin hierher gekommen, um meinen Titel zu verteidigen und bin natürlich schon enttäuscht, aber ich kann das Jersey ja nächstes Jahr in Champéry zurück holen», erklärt ein entäuschert Nino Schurter im Ziel. www.ride.ch/wm
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Meldung vom 04. September 2010 (Autor: tg ) |
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