| José Hermida triumphiert in Houffalize |
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Mit fast einer Minute Vorsprung kann der Spanier José Hermida das Weltcuprennen in Houffalize für sich entscheiden und die beiden Deutschen Manuel Fumic und Wolfram Kurschat auf die weiteren Plätze verweisen. Mit Ralph Näf (5), Mathias Flückiger (6), Christoph Sauser (8) und Lukas Flückiger (10) liegen vier Schweizer in den Top-10.
Nicht nach Mass läuft es den beiden Dominatoren des Weltcupauftakts in England. Julien Absalon wird «nur» Siebter, Nino Schurter landet auf Platz 15 und Burry Stander nochmals zwei Ränge weiter hinten. Dafür zeigt Mathias Flückiger in der U23-Wertung eine Klasse. Rang sechs reicht, um die Wertung überlegen zu gewinnen und das Leader-Trikot des Gesamtweltcupführenden zu verteidigen. Hermida rollt das Feld von hinten auf Der Deutsche Manuel Fumic ist es, der gleich in der Startrunde das Heft in die Hand nimmt. Während einige Favoriten durch ein Pedalmissgeschick des Tschechen Jaroslav Kulhavy aufgehalten werden, stürmt er 28-Jährige an die Spitze und baut seinen Vorsprung auf Wolfram Kurschat bis auf 35 Sekunden aus. Gemeinsam mit Kurschat liegt überraschend auch Mathias Flückiger auf der Verfolgung. Hermida ist nach der Startrunde nur Elfter und weist da schon einen Rückstand von 1:15 Minuten auf den führenden Fumic auf. Doch der Spanier dreht kontinuierlich auf und klettert sukzessive Position um Position hoch. Ende der vierten von fünf Runden holt Hermida den führenden Fumic ein und hängt ihn in der Schlussrunde ab. Flückiger gewinnt Duell gegen (blinden) Kurschat Ein Malheur passiert den Betreuern von Wolfram Kurschat: In der Schlussphase geben dem Brillenträger wurde eine Ersatzbrille ohne korrigierte Gläser, so dass Kurschat die Abfahrten zu Fuss und im Blindflug bewältigen muss. Das nutzt Mathias Flückiger, der in den Abfahrten Zeit gut machen kann. «Berghoch fährt der beinahe wie auf dem Hinterrad, aber Berg runter auf dem Vorderrad, so bremst er», schildert Flückiger im Ziel den Zweikampf, in den sich am Schluss auch noch Kulhavy einmischt. Der Tscheche kann Flückiger abhängen. «Am Schluss konnte ich mich einfach nicht mehr konzentrieren und habe viele Fehler gemacht. Aber schlussendlich bin ich mit dem sechsten Platz super zufrieden», so Flückiger. Näf bekundet Atmungsprobleme Flückiger muss auf der Zielgeraden den Podiumsrang an Ralph Näf abgeben. «Ich habe am Anfang keine Luft bekommen und musste furchtbar leiden. Ich habe einfach versucht, über die Runden zu kommen. Eigentlich bin ich gar nicht mehr um Platz fünf gefahren, aber als Sauser und Absalon von hinten kamen, da habe ich noch mal gekämpft. Dass ich dann Mathias noch überholt habe, war eher Zufall», erklärt Näf zu seinem Rennen. Er liegt nach der Startrunde ledliglich auf Rang 14. Christoph Sauser wird nach starker Aufholjagd noch Achter. Sauser ist in den von Kulhavy ausgelösten Sturz verwickelt und liegt zu Beginn nur auf Rang 28. «Ich bin dann meinen eigenen Rhythmus gefahren und habe versucht so viel wie möglich gut zu machen. Mit meiner Leistung bin ich durchaus zufrieden», sagt Sauser nach dem Rennen. Weltmeister Nino Schurter liegt mit fast fünf Minuten Rückstand nur auf Platz 15. und verliert das Weltcup-Führungstrikot an Hermida. Dem Vernehmen nach hat er schon früh einen Schaltungsdefekt, der die Schaltung stark einschränkt. Nicht besser ergeht es Julien Absalon, der wegen eines Hinterrad-Defekts nicht ganze vorne mittun kann. Spannende Saison bahnt sich an Das Rennen in Houffalize beweist: Der internationalen Cross-Country sind so spannend wie schon lange nicht mehr. Julien Absalon kann seine Seriensiege nicht mehr einfahren während gleich eine ganze Reihe an Athleten zu Weltcupsiegen fähig ist. Eine spannende Saison mit Hitchock-Entscheidung in der Weltcup-Gesamtwertung bahnt sich an.
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Meldung vom 02. Mai 2010 (Autor: tg ) |
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Kommentare
Ihr habt einen Schweizer unter den Top 25 vergessen.
Den 2 besten U23 Fahrer aus der Schweiz
Martin Fanger
Gruss