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Jagd auf neue Mitglieder als Priorität |
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Die Delegierten von Swiss Cycling haben an der 134. Delegiertenversammlung in Sierre die Jahresberichte, die Erfolgsrechnung 2001 mit einem Defizit von 82'730 Franken und die Statutenanpassungen einstimmig genehmigt.
Nach Montreux (Mai 2000) trafen sich 105 Delegierte von Swiss Cycling zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren in der Westschweiz zu ihrer Jahrestagung. Der VC Eclair Sierre hatte aus Anlass seines 100jährigen Bestehens die DV mit viel Liebe organisiert. Den für den Radverband zutreffenden, bildhaften Vergleich vom schönen Wetter mit aufziehenden Wolken, den Swiss Olympic-Direktor Marco Blatter in seiner Grussadresse verwendet hatte, zog sich wie ein roter Faden durch die dreistündigen Verhandlungen. Im zweiten Jahr seiner Präsidentschaft musste Fritz F. Bösch einen kleinen finanziellen Rückschlag präsentieren: Mit dem Defizit von Fr. 82'730.-- in der Jahresrechnung erhöht sich die Unterbilanz auf 1'143'797 Franken. Der Swiss Cycling-Präsident wies u.a. darauf hin, dass trotz höherer Fixkosten die gut funktionierende Geschäftsstelle nicht ohne Not redimensioniert werden soll. Erstmals müssen nicht nur die Mitglieder, sondern auch die Klubs und Unterverbände ihren Beitrag an die Grundstruktur leisten. Der Verbandsrat hat bereits im Februar Beiträge von Fr. 100.-- pro Klub und Fr. 250.-- pro Unterverband beschlossen.
Zweifellos sind die Möglichkeiten im Sponsoring und Marketing noch nicht ausgeschöpft. Aber für die mittelfristig angestrebte Sanierung der Finanzen soll die ganze Energie in eine markante Erhöhung der Mitgliederzahl gesteckt werden. Mit der Verdoppelung der knapp 20'000 Mitglieder wären die akuten Sorgen wohl behoben. An Arbeit für die Führungscrew - neben der Finanzbeschaffung - fehlt es nicht, muss doch seit kurzem auch der Betrieb auf der Rennbahn Oerlikon sichergestellt werden.
Nur kleine Anpassungen waren für die im Dezember 2000 genehmigten Statuten erforderlich. Auf Verlangen des Handelsregisteramtes gab es einzelne Retuschen - so etwa das Stimmrecht für je 50 Einzelmitglieder und beim Verbandszweck. Bedeutender ist, dass Disziplinarfälle nicht mehr von den Fachkommissionen sondern von einer autonomen Behörde behandelt und Dopingfälle zukünftig der Dopingstrafbehörde von Swiss Olympic zugewiesen werden. Die Ernennung von drei neuen Ehrenmitgliedern stand unter speziellen Vorzeichen: Albert Knill, der im Februar verstorbene Förderer des BMX-Sportes, wurde postum geehrt. Neben dem Radball-Funktionär Heinz Schläpfer nahm ein sichtlich gerührter Robert Dill-Bundi 22 Jahre nach dem Olympiasieg in Moskau die Ehrung in seiner engeren Heimat entgegen, wo seine Karriere einst begonnen hatte.
Quelle: Medienmitteilung Swiss Cycling |
Meldung vom
05. Mai 2002
(Autor:
red )
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