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In Basel bleiben die Biker unerwünscht |
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In der Agglomeration Basel ist und bleibt der Mountainbikesport eine, von den Behörden nicht tolierte Sportart. Nach dem letzten Treffen von Behörden und Mountainbikern scheinen die Verhandlungen gescheitert zu sein. Die Gemeinden beabsichtigen nun, Mountainbiker auf Singletrails mit 250 Franken zu büssen.
«Das Problem ist, dass einige Biker einfach überall fahren wollen und nicht bereit sind, auf ihre Umwelt Rücksicht zu nehmen. Im Waldgesetz steht klipp und klar, dass Velofahren nur auf befestigten Wegen erlaubt ist. Das muss nun umgesetzt werden», erläutert Stefan Kink, Bürgergemeindepräsident von Arlesheim, gegenüber der Basler Zeitung seine Position. Wie das Verbot umgesetzt werden soll, ist den Verantwortlichen aber auch noch nicht klar. Doch scheint man zur Tat motiviert zu sein.
Seitens der Mountainbiker ist man über die sture Haltung der Gemeinden enttäuscht, die den Mountainbikern ausschliesslich ausgebaute Forststrassen und keine Singletrails zugestehen möchten. Damit weicht man vom Vorlaut des kantonalen Waldgesetzes kein bisschen ab, seitens der Behörden scheint man die Bedürfnisse der Mountainbiker weder ernst noch wahr zu nehmen. «Wir Biker wollen aber auch auf technisch anspruchsvolle Wege», sagt denn auch Jakob Weber als Vertreter der Mountainbiker gegenüber der Basler Zeitung. Die Bedürfnisse der Mountainbiker interessiere auf den Ämtern aber scheinbar niemanden.
Beim betroffenen Gebiet handelt es sich um die Region Schauenburg-Hard-Birseck mit den Gemeinden Arlesheim, Münchenstein, Muttenz, Pratteln, Birsfelden und Frenkendorf. Sie alle drohen nun mit einer rigorosen Umsetzung des Waldparapgraphen.
Dass man auch zu einvernehmlichen Lösungen kommen kann, zeigen benachbarte Gemeinden wie Riehen oder Bettingen oder die Stadt Zürich mit dem Uetliberg. Für ein solches oder ähnliches Entgegenkommen ist man aber im Baselbiet nicht zugänglich. Lieber sieht man die Sprösslinge in der Fankurve der Fussballarena als auf Singletrails im Wald.
Unabhängig vom weiteren Vorgehen der Gemeinden: Die Mountainbiker hat man weiterhin vor Ort, auch auf den Singletrails. Da spielen nicht umsetzbare Bussen keine Rolle. Es ist eine Tatsache, dass der Mountainbikesport eine immer wichtigere Bedeutung in der Freizeitgestaltung der Schweizer einnimmt. Man geht heute von 300'000 aktiven Mountainbiker aus, die regelmässig mit dem Sportgerät unterwegs sind. Davor können auch die Baselbieter Behörden die Augen nicht verschliessen. Mit dem Bussenheft wedelnd wollen sie Nutzungskonflikte beheben - vergeblich. |
Meldung vom
22. Juni 2009
(Autor:
red )
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