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Gunn-Rita Dahle Flesja sichert sich nach dem Titel der Norwegischen Cross Country-Meisterin einen weiteren wichtigen Titel nach ihrer Babypause. Bei den Marathon-Europameisterschaften in Estland sichert sie sich den Kontinental-Titel vor den Polin Maja Wloszczowska. Bei den Herren werden alle Spitzenpositionen von (unbekannten) Esten belegt. Bekannte Marathon-Spezialisten wie Alban Lakata, Andreas Kugler oder Hannes Genze liegen auf den Plätzen sieben bis neun.
Für Dahle ist dieser Sieg ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück an die Weltspitze. Nach einer Wettkampf- und Babypause hat die Norwegerin in diesem Jahr mit ausgesuchten Rennen den Weg zurück in den Rennsport begangen. Die Norwegerin hat im Jahr 2006 bereits den Titel der Marathon-Europameisterin erlangt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Dahle Flesja ihren jungen Sohn natürlich stillt und damit gewissermassen zwei Personen auf einmal ernähren muss. Unter diesen Bedingungen Europameisterin zu werden zeigen das Potenzial der Athletin.
Der Ausgang des Herrenrennens wirft Fragen auf, ob eine solche Mountainbike Marathon-Europameisterschaft ihren Anforderungen gerecht war. Die Strecke war fast komplett flach, auf eine vordere Schaltung konnte weitgehend verzichtet und mit einem Kettenblatt ins Rennen gestartet werden. Profillose Reifen waren denn auch die beste Wahl und auch medizinische Unterstützung hätte eingesetzt werden können – Dopingkontrolleure suchte man am Event vergebens. Der Sieger Allan Oras belegte an den Marathon-Weltmeisterschaften in Graz mit 43 Minuten Rückstand nur gerade Platz 53, die dahinter liegenden Fahrer haben ihre Wurzeln allesamt im Strassensport.
Europameisterschaften Marathon, Herren: 1. Oras Allan EST 2:34:53 2. Kriit Kalle EST 2:34:57 3. Austa Caspar EST 2:38:12 4. Kodanipork EST 2:38:16 5. Kirsipuu Jaan EST 2:38:29 6. Pütsep Erki EST 2:38:29 7. Lakata Alban AUT 2:38:30 8. Kugler Andreas SUI 2:38:30 9. Genze Hannes GER 2:38:30 10. Peters Bas NL 2:38:30
Europameisterschaften Marathon, Damen: 1. Dahle-Flesjaa Gunn-Rita NOR 2:51:38 2. Wloszczowska Maja POL 2:53:59 3. Eiduka Ivanda LAT 2:54:03 4. Meier Maaris EST 2:55:57 5. Brandau Elisabeth GER 2:56:00 6. Turpijn Laura NL 2:57:21 7. Bigham Sally GBR 2:57:22 8. Ketonen Carina FIN 2:57:29 9. Sadlecka Magdalena POL 2:58:37 10. Kraft Ivonne GER 3:01:45 |
Meldung vom
20. September 2009
(Autor:
red )
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