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Grosse Komponentenhersteller spüren die Krise |
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Die drei grossen Komponentenhersteller Shimano, Sram und Mavic spüren die Wirtschaftskrise. Praktisch zeitgleich haben die drei Firmen in den vergangenen Tagen sinkende Umsatzzahlen vermeldet. Neben individuellen Gründen machen ihnen vor allem die zurückhaltenden Bestellungen im Erstausrüstungsgeschäft zu schaffen.
Der weltweit grösste Veloteilehersteller Shimano berichtet, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 die Umsätze um etwa 22 Prozent zurückgingen. In den ersten drei Vierteln des Vorjahres hatte Shimano noch 170.6 Mrd Yen (rund 1.91 Mrd. Franken) umgesetzt, 2009 waren es in derselben Zeit noch 134.4 Mrd Yen (ca 1.5 Mrd Franken). Der operative Gewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert und beträgt rund 13.7 Mrd. Yen (rund 150 Mio Franken). Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Shimano mit einem ähnlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn.
Der stärkste Mitbewerber Sram hat zwar keine detaillierten Zahlen bekannt gegeben, aber in einem Gespräch mit dem US-Branchemagazin «Bicycle Retailer» gab Geschäftsführer Stan Day an, dass das Geschäft in vergleichbarem Rahmen wie bei Shimano zurückging. Im Vergleich dazu ist der Absatzrückgang von Mavic in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 gerade noch gering. Der französische Laufradspezialist vermeldet einen Umsatzrückgang von 11.5 Prozent auf 82.9 Mio Euro (ca 125.2 Mio Franken).
Die Gründe für das schlechte Geschäftsjahr sehen alle drei Hersteller hauptsächlich in den deutlich tieferen Bestellungen der Velohersteller. Das so genannte OEM-Geschäft ist in den letzten 12 Monaten eingebrochen. Shimano verweist aber darauf, dass die Velohersteller in den beiden Jahren zuvor deutlich mehr Teile bestellt haben, als sie benötigten und dass der Rückgang zu einem Teil nun einfach auf eine Korrektur der Lagerbestände zurückzuführen ist. Auch Sram glaubt, dass die Velohersteller ihre Überbestände im Laufe dieses Jahres hätten abbauen können, weil die Veloverkäufe in Europa unverändert hoch blieben und im amerikanischen Fachhandel deutlich weniger stark zurückgingen als die Bestellungen der Hersteller. Mavic wiederum führt einen Teil des Umsatzrückgangs auf den aufwändigen Rückruf der R-SYS Räder im letzten Frühjahr zurück. |
Meldung vom
09. November 2009
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