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Nach der skandalösen Verwechslung des Mountainbiker Thomas Frischknechts mit seinem, wegen Drogenhandels inhaftierten Namensvetter, der Gratiszeitung «Le Matin Bleu» und der anschliessenden weltweiten Verbreitung hat der dreifache Weltmeister seinen Rücktritt vom Spitzensport in Aussicht gestellt. Von dieser Absicht sieht Frischknecht aber nun aber ab und kündigt an, weitere zwei Jahre dem Mountainbikesport als Profi erhalten zu bleiben. Auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen verzichtet der Feldbacher aber und stellt sich in den Dienst von Florian Vogel und Nino Schurter.
Mitte November hatte das Gratisblatt «Le Matin Bleu» eine der grössten Verwechslungen und journalistischen Fehlleistungen der Schweizer Mediengeschichte produziert. Das Blatt hat den Mountainbiker Thomas Frischknecht als inhaftierten Drogenhändler dargestellt und die Geschichte gar auf der Frontseite platziert. Die Falschmeldung wurde von der Nachrichtenagentur AFP ohne Recherchen übernommen und weltweit verbreitet. Frischknecht selbst war in der Folge über Wochen damit beschäftigt, mit Stellungnahmen seinen guten Ruf wieder herzustellen. In diesem Zusammenhang stellte er entnervt auch mal seinen Rücktritt in Aussicht.
Gemäss einer Stellungnahme von Frischknecht wird er aber noch zwei weitere Jahre als Mountainbike-Profi Wettkämpfe bestreiten und möchte seinen beiden Marathon-Weltmeistertiteln noch einen dritten anfügen. Auf die Olympischen Spiele in Peking verzichtet er und stellt sich voll in den Dienst seiner Teamkollegen Florian Vogel und Nino Schurter. Mit der sehr hohen Leistungsdichte an der Spitze des Schweizer Bikesports schätzt Frischi seine Chance eine Qualifikation als eher gering ein.
Stellungnahme Thomas Frischknecht, 7. Dezember 2006
Nach der fatalen Verwechslung von «Le Matin Bleu» und der Nachrichtenagentur AFP hat sich der Sturm langsam wieder gelegt. Ich weiss jetzt wieder, wo mein Kopf steht. Doch die unglaubliche Geschichte hat mich während zwei Wochen voll in Anspruch genommen. Ich bin zwar noch damit beschäftigt, die obgenannten Medien zur Rechenschaft zu ziehen, konnte mich aber mit dem «BLICK» gütlich einigen.
Es ist erstaunlich und bedenklich, wie schnell sich eine solche, komplett verdrehte Geschichte verbreitet. Dank dem Internet wurde sie schnell weltweit verbreitet. Meine Reaktion, wegen dieser Sache die Fortsetzung meiner Karriere als professioneller Mountainbiker in Frage zu stellen, war allerdings voreilig.
In meiner sportlichen Vergangenheit musste ich viele Male zu Boden und bin immer wieder aufgestanden. Meistens war ich danach stärker als zuvor. In diesem Sinne sehe ich nun auch die heutige Situation. Ich werde wie geplant meine letzten beiden Jahre als Mountainbike-Profi voll motiviert in Angriff nehmen.
Mein Ziel ist es, meine Swisspower Teamkollegen Florian Vogel und Nino Schurter auf dem Weg nach Peking zu begleiten. Ich selbst halte mich bewusst aus der hart umkämpften Selektion für die Olympischen Spiele heraus. Einerseits will ich meine eigenen Teamfahrer nicht konkurrenzieren, anderseits wären die Chancen für eine Qualifikation bei der extrem starken Konkurrenz in der Schweiz gering. Ich belasse es bei meinen drei erfolgreichen Olympiateilnahmen. Es ist Zeit für einen Generationenwechsel!
Der Verzicht auf Olympia heisst nicht, dass ich keine sportlichen Ziele mehr habe. Nach 2003 und 2005 strebe ich nochmals den Weltmeistertitel in der Disziplin Marathon an. Als Cross Country-Fahrer werde ich den Swisspower Cup und die Weltcup-Rennen sowie die Weltmeisterschaften bestreiten. Zudem treibe ich den Aufbau der FRISCHI BIKE SCHOOL sowie der FRISCHI BIKE CHALLENGE voran.
Doch vorerst steht mein Comeback am Sonntag am Radquer in Wetzikon an. Nebst den Schweizermeisterschaften zählt auch das «Flüüger Quer» am 2. Januar 2007 in Dübendorf, bei welchem ich im Organisationskomitee bin, zu meinen Highlights des nächsten Monats.
Das Positive an der Geschichte mit der Falschmeldung ist der grosse Rückhalt, den ich durch meine Fans erfahren durfte. An dieser Stelle möchte ich mich dafür recht herzlichen bedanken.
Aber auch das Swisspower Team mit seinen Partnern steht voll und ganz hinter mir. Das Engagement von Hauptsponsor Swisspower, sowie SCOTT und RITCHEY wurden bis 2008 verlängert. Mit BAUMELER Reisen und Cuore Sportswear konnten wir zwei neue Partner für unser Team gewinnen.
Eine spannende Zukunft steht bevor!
Ride on
www.frischi.ch www.ride.ch/website/news.php?archiv=2006_race&id=3084 |
Meldung vom
07. Dezember 2006
(Autor:
red )
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