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Frischi am Montag wohltätiger Velokurier in Zürich

Grosszügige Schweizer Velokuriere: Zwischen 20. und 28. November spenden sie für jede ihrer Fahrten einen Franken an das Velokurier-Projekt «Splashgirls» in Zimbabwe, welches ausschliesslich aus Aids-Waisen besteht. Am Montag, 24. November wird zudem Thomas Frischknecht für das Projekt in die Pedale treten und einen Tag lang für den Zürcher Veloblitz unterwegs sein. Mit im Projekt intergriert ist eine weitere wichtige Schweizer Bikefirma: Die Bikes der «Splashgirls» kommen aus dem Hause BMC.


Pressemitteilung:

Schweizer Velokuriere: Biken für die Splashgirls

Mit Start zum UNO-Weltkindertag vom 20. November fahren sämtliche 15 Schweizer Velokuriere in 14 Städten zugunsten des von Aids-Waisen in Zimbabwe gegründeten Velokuriers «Splashgirls». Mit ihrer Solidaritätskampagne wollen die Schweizer Velokuriere auf die Waisen-Situation im südlichen Afrika aufmerksam machen. Gleichzeitig spenden die 450 beteiligten Kurierinnen und Kuriere einen Franken pro Fahrt und ermöglichen so den Ausbau des beispielhaften «Splashgirls»-Projekts. Die von der Heilsarmee, terre des hommes schweiz und Swissconnect mitgetragene Aktion dauert bis zum 28. November 2003.

Mit der Ausbreitung von HIV/Aids bahnt sich im Süden eine humanitäre Katastrophe an. François Binder, Sektionschef der DEZA für Ost- und Südafrika machte anlässlich der Medienkonferenz vom Mittwoch ein dramatische Prognose: «In diesem Jahrzehnt werden in Afrika mehr Menschen an Aids sterben, als in sämtlichen Kriegen des 20. Jahrhunderts gefallen sind».

Gleichzeitig gefährde die Epidemie den Nutzen von jahrelangen Investitionen in die betroffenen Länder und bedroht den über Jahrzehnte erarbeiteten Entwicklungsfortschritt ? ökonomische, politische und soziale Instabilität sind die Folgen. Leidtragende sind insbesondere auch Kinder. Allein in den Ländern im südlichen Afrika leben derzeit 13 Millionen Waisenkinder; im Jahr 2010 werden es nach Schätzungen von USAID mehr als 20 Millionen sein.

Armut erzeugt Aids erzeugt Armut
Ein wichtiger Aspekt der HIV/Aids-Epidemie betrifft die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eltern unter traumatischen Bedingungen durch Aids verloren haben. Schon früh werden sie mit Krankheit und Tod von Familienangehörigen und Verwandten konfrontiert. Um ihre kranken Eltern zu pflegen und Geld zu verdienen, müssen viele ihren Schulbesuch aufgeben. Familienersparnisse werden für Behandlungs- oder Beerdigungskosten aufgebraucht ? der Teufelskreis ?Armut erzeugt Aids erzeugt Armut? trifft Waisen besonders.

Teufelskreis von Arbeitslosigkeit, Prostitution und HIV/Aids
Eine sinnvolle Beschäftigung sei damit für die jungen Menschen überlebenswichtig, sagte Stefan Germann, der als Experte für Aids und Kind im Auftrag der Heilsarmee in Zimbabwe arbeitet. «Arbeit schafft die Grundlagen, damit Waisen ihre neuen finanziellen Verantwortungen für ihre Familiengemeinschaften wahrnehmen können ? um gleichzeitig Arbeitslosigkeit, Prostitution und HIV/Aids zu entrinnen.»

Vor diesem Hintergrund initiierte Germann zusammen mit 12 Waisen in Bulawayo, Zimbabwe, das Selbsthilfeprojekt «Splashgirls». Seit Anfang Jahr liefern die «Splashgirls», 12 junge Frauen im Alter von 18 bis 23 Jahren, in Bulawayo, der zweitgrössten Stadt Zimbabwes, per Muskelkraft Briefe und Pakete aus ? eine Erfolgsgeschichte mit Modellcharakter.

Schweizer Velokuriere: Solidaritätskampagne
Mit Start zum UNO-Weltkindertag vom 20. November fahren alle 450 Schweizer Velokurierinnen und Kuriere zugunsten ihrer Berufskolleginnen in Zimbabwe. Mit dieser Solidaritätskampagne wollen die Schweizer Velokuriere auf die immer schlimmere Waisen-Situation im südlichen Afrika aufmerksam machen, so Christoph Masoner vom Dachverband der Schweizer Kuriere, Swissconnect. «Die «Splashgirls» repräsentieren mit ihrem umweltschonenden Kurierdienst Aufbruch, Teamgeist und Lebensfreude, da ist es einleuchtend und glaubwürdig, wenn wir unsere Berufskolleginnen in Zimbabwe beim weiteren Ausbau ihres Projekts unterstützen.»

450 Kuriere in 14 Städten
Die 450 in der Schweiz tätigen Kuriere spenden einen Franken pro Fahrt. Mit dem Erlös soll die technische Infrastruktur der «Splashgirls» weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig werden drei Mitarbeiterinnen der «Splashgirls» in die Schweiz eingeladen, um hier ihr Fachwissen zu vervollständigen. Die von Swissconnect, der Heilsarmee und terre des hommes schweiz mitgetragene Aktion dauert bis zum 28. November 2003 und wird in 14 verschiedenen Städten in allen Landesteilen durchgeführt, so in Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Thun, Winterhur, Zug und Zürich.

Engagement für die «Splashgirls»: Goldkurier Thomas Frischknecht
Die Kampagne wird unter anderem von Thomas Frischknecht unterstützt. Der Mountain-Bike-Weltmeister wird als Goldkurier in Zürich selber einen Tag lang Kurierdienst fahren. Auch multinationale Unternehmen engagieren sich: Credit Suisse, Microsoft und Coca Cola unterstützen das Projekt «Splashgirls» in der Schweiz als Projektpartner. Die Credit Suisse informiert ihre Kunden in 60 Filialen über das Projekt; Microsoft lässt ihre Mitarbeiter selber als Kuriere in die Pedale steigen und Coca Cola stärkt alle engagierten Kuriere mit Powerade-Getränken. Neue Bikes kommen vom Schweizer Velohersteller BMC Racing Bikes. Bedeutsame Sponsoren sind De Beers Centenary, Globetrotter Travel Service, Masterfoods, Smart, South African Airways und Swatch.


Meldung vom 20. November 2003 (Autor: red )
 

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