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Freestylepark: Grünau als Standort ausser Frage

Für eine Weile schien der «Freestylepark.ch» auf bestem Weg zur Realisierung zu sein: Die Unterschriften für eine gültige Petition waren schnell gesammelt. Mit Ex-Boxer und SP-Gemeinderat Stefan Marthaler hatte die Funsport-Anlage für Skater, BMXer und Biker einen prominenten Mentor, und der Stadtrat stellte sich noch Ende Januar trotz unsicherer Finanzierung hinter den Park. Was Anwohner, die sich wegen Lärm, Vandalismus und Jugendgewalt sorgten, nicht schafften, brachten nun aber die Behörden der Stadt Zürich zu Stande: Der Park wurde an einem Ort geplant, wo 2008 eine neue Zubringerrampe für die Autobahn erstellt werden soll. Die Anwohner haben den Lärm, die Sportler das Schlammassel, und die Stadt muss sich fragen lassen, wie es zu einer solchen Planungsleiche kommen konnte.



Von anfänglichen Problemen...

Dass Zürich ein dornenvolles Pflaster für Sportprojekte ist, zeigt sich nicht bloss beim Ringen um das neue Fussball-Stadion. Auch beim Freestylepark.ch gingen die Wogen hoch, sobald der geplante Standort, unter einer Brücke in der verkehrsumtosten Grünau gelegen, bekannt gegeben wurde. Die Anwohner sorgten sich allen Ernstes um Lärmemissionen durch Skater und BMXer, während draussen der Verkehr ununterbrochen rauscht. Und um Vandalismus und Jugendgewalt: Dabei sollte der Park als sinnvolles Freizeitangebot genau dagegen präventiv wirken. Zudem wurde das Budget zur Erstellung des Parks im Zuge der verschärften Sparmassnahmen der öffentlichen Hand in Frage gestellt.


...zum behördlich verfügten Planungsstopp

Nun ziehen die Planer der Stadt Zürich die Notbremse und einen Schlussstrich: Weil genau an dem Ort, wo der Park erstellt werden sollte, eine Rampe für einen Autobahnzubringer erstellt werden soll, kommt die Grünau als Standort für den Freestylepark nicht mehr in Frage: Heil Dir Helvetia, hast noch den Beton ja, ist man versucht zu sagen. Die Stadt verweist nun auf die neu zu gestaltende Allmend Brunau, wo ja ebenfalls ein Projekt für Biker geplant sei. Dieses war aber von Anfang an zusätzlich und in Ergänzung zum Freestylepark gedacht, zudem ergibt sich so eine Verzögerung um weitere drei Jahre. Drei Jahre, in denen Jugendliche mangels passender, attraktiver Freizeitangebote weiter rumlungern. Bravo, Stadt Zürich. Und bitte: Nicht weiter so.


Meldung vom 01. März 2004 (Autor: red )
 

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