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Fränk Hofer im Gespräch |
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Am 15. März wählten die Swiss Cycling-Delegierten den Thuner Fränk Hofer zu ihrem neuen Präsidenten. Schon unter dem abgetretenen Fritz Bösch hat sich der Radverband stark gewandelt, unter Hofer steht Swiss Cycling nun aber vor einer grundlegenden Renovation. Anlässlich eines Gesprächs mit MOVE liess sich der Berner Oberländer in die Karten schauen und erklärt die Hintergründe seiner Wahl.
MOVE: Was bedeutet Ihre Wahl für Swiss Cycling? Hofer: Mit der Wahl meiner Person und des Vorstandes haben sich die Delegierten am Samstag für einen Generationenwechsel stark gemacht. Mit uns bekommt der Verband dringend benötigtes Frischblut, sämtliche Verbindungen zu den Notter- und Steinegger-Zeiten sind nun aufgelöst. Ich bin der jüngste Präsident, der Swiss Cycling je vorstand, ich komme aus der Verbandsbasis und war der einzige Kandidat, der nicht im Anzug und Krawatte antrat ? alles Symbole und Eigenschaften für eine Neuorientierung.
MOVE: Waren dies die einzigen Gründe, warum Sie gewählt wurden? Hofer: Die Delegierten kriegten schlicht keine bessere Alternative präsentiert, die beiden anderen Kandidaturen von Andreas Wild und Kurt Küng wären keine gute Lösung gewesen im Sinne des Radsports. Zudem habe ich einen grossen und positiven Rückhalt in der Basis, mich kennt man - meist persönlich - durch meine Arbeit in der Ausbildung.
MOVE: Welche Schwerpunkte setzen Sie? Wo liegen Ziele, wo Massnahmen? Hofer: Für mich ist eine Strukturbereinigung von zentraler Bedeutung. Genaueres dazu kann und will ich noch nicht kommunizieren. Eine «tabula-rasa»-Methode wird unumgänglich: Zuerst gilt es, reinen Tisch zu machen um dann Ziele und Mittel sauber zu analysieren. Grundsätzlich wird alles in Frage gestellt.
MOVE: Was kann man als Mountainbiker von ihnen erwarten? Hofer: Ich bin kein expliziter Vertreter einer Disziplin, auch wenn meine Wurzeln ganz klar im Mountainbikesport liegen. Mich faszinieren alle Disziplinen und ich will die Vielfalt fördern. Ich will auch bisher vernachlässigte Radsportformen aus dem Fun-Bereich besser integrieren. Unter meiner Führung wird die starke und einseitige Ausrichtung auf den Strassenrennsport abnehmen. Alle acht Disziplinen sind mir wichtig, wobei aber der Strassen- und der Mountainbikesport alleine von ihren Grössen die Top-Disziplinen darstellen.
MOVE: In Sachen Velopolitik hat sich Swiss Cycling bisher nicht profiliert. Wird sich das ändern? Hofer: Velopolitik ist für mich ein ganz wichtiges Thema, wobei wir hier keinesfalls die Arbeit einer IG Velo konkurrenzieren wollen. Swiss Cycling hat den Freizeit- und Leistungsradsport zu vertreten und muss künftig als aktive Lobby auftreten. Dies gilt insbesondere für das Thema Mountainbike, wo mit uns die Arbeit einer IG Mountainbike auf nationaler Ebene ausgebaut und professionalisiert wird.
MOVE: Man munkelt, nun soll von Swiss Cycling der Zürcher PizzaCup zur Olympischen Disziplin aufgebaut werden. Hofer: Noch kann ich dazu nichts sagen ;-) |
Meldung vom
20. März 2003
(Autor:
red )
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