| Flückiger holt an Europameisterschaften die Silbermedaille |
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Zum Abschluss der Mountainbike-Europameisterschaften in Haifa hat Lukas Flückiger die Silbermedaille gewonnen und damit für das achte Schweizer Edelmetall gesorgt. Der Titel geht an den Tschechen Jaroslav Kulhavy, Bronze gewinnt der Italiener Marco Aurelio Fontana.
In Abwesenheit von Weltmeister Nino Schurter und des WM-Dritten Florian Vogel springt Lukas Flückiger für die Schweiz in die Presche. Flückiger ist mit Christoph Sauser und Martin Gujan sofort in der Spitzengruppe zu finden, während Ralph Näf einen schlechten Start erwischt, weil er in einem Kreisverkehr nicht die kürzeste Linie wählt. In der zweiten von sieben Runden sind es Marco Fontana und Jaroslav Kulhavy, die bei 37 Grad Hitze das Tempo erhöhen. Sauser fährt hinterher und schliesst die Lücke. Was dann geschieht, schildert Christoph Sauser so: «Kulhavy ist in einer Abfahrt gestürzt und als er wieder aufstand ist er in meine Linie gelaufen. Deshalb bin ich auch gestürzt.» Der Sturz fällt für den Ex-Weltmeister nicht nur sehr schmerzhaft aus, sondern es reisst ihm auch ein Teil von der Schuhplatte ab. «Danach war es nur noch ein Schmerz. Es hätte heute wohl zu einer Medaille gereicht», zeigt sich Sauser im Ziel enttäuscht. Von Rang sieben fährt er zwar wieder auf den vierten Platz, doch am Ende deutlich an Rang drei vorbei. Die dritte Position übernimmt derweil Lukas Flückiger. An der Spitze scheinen Kulhavy und Fontana unerreichbar zu enteilen. In der vierten Runde werden 40 Sekunden Vorsprung notiert. «Ich bin immer mein Tempo gefahren. Es war mein Plan meinen Rhythmus zu finden und mich von den anderen nicht beeindrucken zu lassen. Das hat bis zum Schluss auch funktioniert», erklärt Flückiger später. In der fünften Runde beginnt sein Rückstand in der grossen Hitze plötzlich zu schmelzen. Flückiger hat seine Differenz auf Sauser vergrössert und kommt in der sechsten Runde bis auf 20 Sekunden auf das Führungsduo heran. Kulhavy muss in der technischen Zone kurz anhalten, so dass Fontana alleine an der Spitze liegt. Flückiger hat nur noch 15 Sekunden Rückstand auf Kulhavy, der aber schnell wieder zu Fontana auffährt. Der Tscheche setzt sich ab und geht mit 30 Sekunden Vorsprung in die letzte Runde. Flückiger holt schliesslich den Italiener ein, passiert ihn Anfang der letzten Runde und sichert sich 40 Sekunden hinter Kulhavy die Silbermedaille, seine erste Medaille in der Eliteklasse. «Mein Bruder Mathias hat mir sehr geholfen. Von ihm wusste ich, dass es auf diesem Kurs in dieser Hitze wichtig ist seinen Rhythmus zu fahren und nicht zu überziehen. Das habe ich auch in der letzten Runde so gehalten. Ich dachte, Silber habe ich sicher, es gibt ja noch mehr Europameisterschaften in meinem Leben. Für mich ist das mein bisher grösster Erfolg», kommentiert Lukas Flückiger das Rennen.  Martin Gujan muss nach zwei Runden die Spitzengruppe ziehen lassen, verliert ein paar Positionen, kann sich als Neunter aber noch in den Top-Ten halten. «Ich bin von Anfang an mein Tempo gefahren, um nie zu überhitzen. Am Schluss hat es mich noch ein wenig hingestellt, aber insgesamt hat es gut geklappt. Ich bin zufrieden», sagt Gujan. Ralph Näf kommt nach seinem schlechten Start gut ins Rennen, fährt bis auf Rang neun nach vorne, stürzt dann aber schwer. «Danach ging es nicht mehr. Zuvor bin ich ungefähr gleich schnell gefahren wie die Spitze, aber ich hatte heute nicht das Gefühl, einen super Tag zu haben. Irgendwas hat nicht gestimmt», erklärt der Marathon-Europameister. Näf war am Abend vor dem Rennen vor einem Insekt, möglicherweise eine Hornisse, in den Fuss gestochen worden. Gut möglich, dass das ein Grund dafür war. Bilder der EM: hier klicken Medaillenspiegel Europmeisterschaften 2010: 1. SUI: 8 Medaillen (5 Gold, 2 Silber, 1 Bronze) 2. CZE: 2 Medaillen (1 Gold, 0 Silber, 1 Bronze) 3. SWE: 1 Medaillen (1 Gold, 0 Silber, 0 Bronze) 4. ITA: 4 Medaillen (0 Gold, 2 Silber, 2 Bronze) 5. NED: 2 Medaillen (0 Gold, 1 Silber, 1 Bronze) 6. GER: 2 Medaillen (0 Gold, 1 Silber, 1 Bronze) 7. POL: 1 Medaillen (0 Gold, 1 Silber, 0 Bronze) 8. SLO: 1 Medaillen (0 Gold, 0 Silber, 1 Bronze) |
Meldung vom 09. Juli 2010 (Autor: eg ) |







