| Filip Meirhaeghe in Kanada mit Doping erwischt |
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Eine erste Vorentscheidung im Kampf um olympisches Gold scheint vor einigen Wochen gefallen zu sein: Denn wie der belgische Radsportverband bestätigt, hat der amtierende Crosscountry-Weltmeister und Führende im Worldcup, Filip Meirhaeghe, während der Rennen in Kanada eine positive Dopingkontrolle abgeliefert. Für heute Donnerstag ist eine offizielle Pressekonferenz Meirhaeghe's angekündigt. Danach dürfte auch mehr Klarheit darüber herrschen, mit welcher Substanz Meirhaeghe seine Leistung zu steigern suchte. Erste Meldungen beziehen sich zwar auf eine Urinprobe, aber auch auf die Substanz EPO, der mittels Urintests kaum beizukommen ist.
Die Entlarvung eines seit langem Verdächtigten? Als amtierender Weltmeister, Führender im Worldcup und Ssilbermedaillen-Gewinner von Sidney galt Filip Meirhaeghe als der ganz grosse Favorit für die Olympischen Spiele von Athen. Schliesslich war der olympische Titel der einzige, der im Palmares des flämischen Bikestars noch fehlte. Wie es nun aussieht, wird Athen nicht zum Karrierehöhepunkt Meirhaeghes werden. Der Belgier war schon früher einmal ins Gerede gekommen: Bei den Weltmeisterschaften von Château d'Oex war Meirhaeghe einer von vier Fahrern, die wegen eines zu hohen Hämatokrit-Wertes nicht starten durften. Seither hielten sich die Gerüchte um den Belgier hartnäckig, ohne dass er bei seinen vielen Erfolgen auch nur einmal positiv getestet worden wäre. Auch nach seinem Titelgewinn in Rivera vom vergangenen Herbst waren die Unkenrufe, ob er denn sauber gefahren sein, nicht zu überhören. Belgien mit akutem Fahrermangel in Athen Für Belgien ist der «Fall Meirhaeghe» doppelt bitter: Denn obwohl dem belgischen Verband drei Startplätze bei den Herren zur Verfügung stehen, konnte neben den beiden Assen Filip Meirhaeghe und Roel Paulissen kein valabler, dritter Fahrer gefunden werden. So wurde sogar der alte Quer-Kämpe Mario de Clerq ins Spiel gebracht. Kein Wunder, dass sich Nationaltrainer Rudy de Bie nun entsprechende Sorgen macht: «Filip ist der Fahrer, der mit seinen Erfolgen den Bikesport in Belgien gross gemacht hat. Diese Entwicklung könnte für den Sport katastrophale Folgen haben.» Weniger sensibler äusserte sich dagegen der belgische Verbandspräsident Laurent de Backer: «Wer sich den Arsch verbrennt, muss halt auf den Brandblatern sitzen», meinte er auf Anfrage. www.cyclingnews.com www.kettenrad.ch www.bike-forum.ch |
Meldung vom 29. Juli 2004 (Autor: red ) |
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