| Europameisterschaften in Israel nehmen Formen an |
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Im Juli 2010 finden in Israel die Cross-Country-Europameisterschaften statt. Erstmals ist dabei der Mittelmeer-Staat Austragungsort für Mountainbike-Wettkämpfe mit internationaler Ausstrahlung. Ein Augenschein vor Ort lässt eine attraktive Rennstrecke erwarten und zeigt eine unerwartet starke israelische Mountainbike-Szene. Die erwartete Hitzeschlacht Das Renngelände der Europameisterschaften liegt unmittelbar am Stadtrand Haifas im Norden Israels. Das offene Gelände ermöglicht den Zuschauern an vielen Orten einen ausgezeichneten Überblick und auch fernsehtechnisch werden die Wettkämpfe gut umsetzbar sein. Klima, Bodenbeschaffenheit und Vegetation in Haifa erinnern stark an südspanische Verhältnisse. So werden dann auch für die Renntage im Juli Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius vorausgesagt. Hitzeresistente Athleten werden in Haifa das Sagen haben. Heimtückische Strecke Neben den hohen Temperaturen wird auch die Rennstrecke zur Herausforderung. Die sechs Kilometer lange Rundstrecke ist ein ununterbrochenes Auf-und-Ab und verfügt weder über Erholungsphasen noch über Schattenpassagen. Fahrtechnisch ist der Kurs heimtückisch: Auf den ersten Blick wirkt die Runde problemlos zu fahren, doch der rutschige Untergrund, viele technische Abfahrtspassagen und unzählige Richtungswechsel werden von den Athleten alles abverlangen. Einzelne Elemente sind gar so schwierig zu fahren, als dass man diese bei den Junioren-Rennen umfahren wird. Den klimatischen und topografischen Voraussetzungen entsprechend erwarten die Organisatoren der Europameisterschaften insbesondere von den Spaniern starke Leistungen – und vergessen dabei die Schweizer. Es sind solche Umstände, bei welchen die Eidgenossen immer wieder stark aufgefahren sind. Die letzte grosse Hitzeschlacht des Mountainbikesports fand 2008 anlässlich der Weltmeisterschaften im Val di Sole statt, damals mit einem Schweizer Dreifach-Sieg durch Christoph Sauser, Florian Vogel und Ralph Näf. Isreals Positionierung als Bike-Destination Die Durchführung der Europameisterschaften steht in der Absicht Israels, ihr Land stärker als Radsport- und insbesondere als Mountainbike-Destination zu positionieren. So verfügt das Land auch über eine starke und hochwertige Mountainbike-Szene und über ein unerwartet breites, über das ganze Land verbreitetes Angebot an an Biketrails. Gleich neben dem Start-Ziel-Gelände der Europameisterschaften befinden sich auch zwei hochwertige Bikeshops, die es mit ihrem Sortiment mit jedem Schweizer Fachhändler problemlos aufnehmen können. Der Mythos des gefährlichen Israel Sicherheitstechnisch Bedenken zu einer Reise nach Israel erweisen sich beim Augenschein vor Ort als vollkommen unbegründet. Wer sich nicht im Gaza-Streifen oder in der Westbank aufhält, spürt nichts davon, dass sich das Land im Konflikt mit seinen Nachbarstaaten befindet. Ganz im Gegenteil: In Israel scheint das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen problemlos zu funktionieren. Wer sich vor Ort ein Bild macht, trifft auf eine offene, unkomplizierte und sehr moderat religiöse Gesellschaft. Auf die Europameisterschaften 2010 darf mit viel Optimismus entgegen geblickt werden. Links zu den Europameisterschaften: Offizielle Website der EM: www.ofanaim.org.il Allgemeine Infos rund ums Mountainbiken in Haifa: www.haifa-israel.info/velo.html Israelisches Online-Bikemagazin: www.bikezone.co.il Promo-Video von Haifa |
Meldung vom 03. November 2009 (Autor: tg ) |







