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EU will Bikeabteile in den Zügen

Das Europäische Parlament hat sich in diesen Tagen mit einer Vernehmlassung beschäftigt, welche die Rechte und Verpflichtungen der Bahnkundschaft regeln soll. Interessant für Radfahrer: Die EU will per Gesetz festlegen, dass alle Züge (von der Regionalbahn bis zum Eurocity) die Möglichkeit bieten müssen, Fahrräder mitzunehmen.



Das wäre ein sehr grosser Schritt für die Velofahrer. Vor allem im internationalen Bahnverkehr war die Mitnahme bisher oftmals ein Spiessrutenlauf oder auf die Laune des jeweiligen Kondukteurs angelegt. Zwar verfügen in Mitteleruopa bereits viele Züge die Möglichkeit für die Mitnahme von Fahrrädern - je weiter man in den Süden gelangt, desto schwieriger wird aber die Situation.



Wenig Einfluss auf die Schweiz

Für die Schweiz hätte der Beschluss nur wenig Einfluss da hier bereits auf fast allen Zügen das Bike mitgenommen werden kann. Anpassen müssten sich vor allem der Galcier-Express und die Pendolino-Züge zwischen Zürich und Mailand. Bedingt durch die hohe Ausfallquote der Pendolinos wäre denn gerade bei diesen Kompositionen die Mitnahme von Fahrrädern sehr wünschenswert - um im Notfall die Reise mit dem Bike fortsetzen zu können.



SBB: Entwicklung in die richtige Richtung?

In der Schweiz ist man in Sachen Biketransport einen deutlichen Schritt weiter als die EU. Hierzulande debattiert man nicht, ob man Fahrräder mitnehmen kann sondern ob dafür ein spezieller Aufschlag verrechnet werden dürfe. Dabei geht die Diskussion vorwiegend um die ICN-Neigezüge, die sich unterdessen in Sachen Gepäcktransport als Fehlplanung erwiesen haben. Pro Komposition können gerade mal sechs Passagiere mit einem Fahrrad befördert werden - und das auf der traditionell veloreichen Jurasüdfusslinie. In der Folge hat man vor einigen Jahren eine durchaus nachvollziehbare Reservationspflicht eingeführt. Dass eine solche Reservation aber noch zusätzlich fünf Franken kostet, hat noch kaum einem Velofahrer eingeleuchtet. Hier wälzt man die Kosten einer Fehlplanung auf die Kunden ab. Es bleibt zu hoffen, dass eine solche Strategie in der EU keine Nachahmung findet.


Meldung vom 16. Februar 2007 (Autor: red )
 

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