| «Elektromotoren-Anschuldigungen sind ein Skandal» |
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Nach den Anschuldigungen, bei Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt einen Elektromotor eingesetzt zu haben, äussert sich Fabian Cancellara zu den Vorwürfen. Seine Erfolge seien die Früchte harter Arbeit und die Geschichte habe skandalöse Züge.
«Eigentlich wäre es ja ganz lustig. Die Sache hat aber ein Ausmass erreicht, dass dies nicht mehr der Fall ist. Das ist eine traurige und wirklich skandalöse Geschichte. Meine Erfolge sind die Früchte harter Arbeit», wird Cancellara auf bikeradar.com zitiert. «Das ist derart verrückt, mir fehlen die Worte. Ich habe keine Lust, mich weiter dazu zu äussern und mit dieser idiotischen Geschichte meine Zeit zu vergeuden.» Ähnlich sieht es die UCI, die den Einbau von Elektromotoren in Rennräder als unwahrscheinlich bezeichnet. Man habe gegen Cancellara beziehungsweise dessen Team keine Untersuchungen eingeleitet. «Das Risiko ist schlicht zu gross. Für ihn, für das Team aber auch für den Bikehersteller. Ein Meister wie Cancellara würde ein solches Risiko nicht auf sich nehmen», wird der Technische Leiter Jean Wauthier zitiert. Das Youtube-Video mit den Anschludigungen hat unterdessen einen unkontrollierbaren Status erlangt. Bereits über 600'000 Mal wurde der Clip betrachtet. Ride.ch hat am vergangenen Sonntag unmittelbar nach der Aufschaltung des Videos erstmals auf diesen Film aufmerksam gemacht. Darauf hat der Film eine so starke Verbreitung erfahren, dass heute fast alle grossen Medien das Thema aufgenommen haben – zum Leidwesen Fabian Cancellaras. Diese schnelle und unkontrollierte Verbreitung der Meldung aber auch die Tatsache, (möglicherweise unbegründete) Anschuldigungen weltweit aufbringen zu können, ist typisch für das Internet-Zeitalter. Nachdem Doping-Skandale bisher meist noch von recherchierenden Journalisten aufgedeckt wurden und generell auch mit hieb- und stichfesten Argumenten unterlegt waren, haben Internet-Blogs oder Video-Plattformen wie Youtube den Kommunikationsmarkt geöffnet. Dies im positiven wie auch im negativen Sinn. Die Anschuldigungen sind indes nicht neu. Bereits Mitte Mai haben die italienischen Zeitungen «il Giornale» und «l’Avvenire» das Thema erstmals aufgebracht, damals aber nur mässiges Aufsehen erregt. Erst die Aufschaltung der Youtube-Clips hat der Geschichte zu ihrer Verbreitung verholfen. Ursprüngliche Meldung zu den Vorwürfen, Cancellara habe einen Elektroantrieb eingesetzt: http://www.ride.ch/site/index.php/nutzen-strassenfahrer-heimlich-elektro-motoren.html |
Meldung vom 02. Juni 2010 (Autor: tg ) |








Kommentare
P.S. Die neuen offiziellen Elektrovelo Kategorien bei Velorennen (die gibt es) finde ich total daneben