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Datasport-Geschäftsleitung: Wirtschafts-Spionage?

Gegen den Schweizer Marktführer der Sportzeitnehmer, die Berner Firma Datasport, soll wegen Wirtschafts-Spionage ermittelt werden. Wie der «Sonntags-Blick» und der «Bund» melden, soll ein Geschäftsleitungsmitglied sich unbefugt Zugang zu Websites und Emailserver von Konkurrenten verschafft und dort Kundenanfragen gelöscht haben. Betroffen sei dabei vor allem die Ostschweizer Zeitmessfirma «Bibchip». Ob und weitere Firmen und Verbände betroffen sind, sei Sache der Untersuchung.

Ermittelt wird gegen ein Geschäftsleitungsmitglied von Datasport. Datasport-Geschäftsführer Daniel Geissmann wollte sich gegenüber dem «Bund» nicht zum Fall äussern, betonte aber, dass die ganze Affäre nichts mit der Zeitmessungsfirma zu tun habe. Die Firma Datasport war bis in der letzten Saison der wichtigste Zeitnehmer im Mountainbike-Sport, als sie mit der Event-Firma Iguana noch den Swiss Cup austrugen. Aufgrund erheblicher Reibereien mit dem Schweizer Radverband Swiss Cycling erhielt Iguana auf die Saison 2004 keine Lizenz als Rennorganisator mehr und Datasport verlor die Zeitnehmung für die nationale Schweizer Rennserie. Noch heute ist Datasport aber einer der grossen und wichtigen Zeitnehmer im Bikesport. Um diesen Status zu behalten, scheinen einzelne Personen tief in die Hackerkiste gegriffen zu haben.


Meldung vom 06. September 2004 (Autor: red )
 

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