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Der Schweizer Radsport-Dachverband Swiss Cycling geht in der Betreuung von SpitzensportlerInnen neue Wege. Daniela Meuli, Snowboard Olympiasiegerin von Turin, wird neu die Fahrerinnen im Schweizer Mountainbike-Nationalteam betreuen. Das gab Swiss Cycling an einer Medienkonferenz am Mittwoch in Thalwil bekannt.
«Wir tun alles, um auch weiterhin einer der erfolgreichsten Sportverbände der Schweiz zu sein.» Dies ist eine der verbandspolitischen Schwerpunkte, welche Swiss Cycling-Präsident Melchior Ehrler schon an der Delegierten-Versammlung von Genf formulierte. Dazu gehöre auch, dass das Knowhow von ehemaligen Athletinnen und Athleten gezielt und nutzbringend zum Wohl der kommenden Sportler-Generationen eingesetzt werde.
Jetzt macht der Verband ein weiteres Mal ernst und stellte mit der im vergangenen Sommer zurückgetretenen Snowboard-Weltmeisterin Daniela Meuli erstmals eine Nationaltrainerin für frauenspezifische Anliegen im Bereich des Mountainbike-Sports ein. Die Davoserin selber beziffert ihr Engagement selber auf etwa 40 Prozent und wird im Winter weiterhin in der Nachwuchs-Förderung für den Snowboard-Stützpunkt Davos arbeiten.
Meuli ist im Mountainbike-Sport eine Quereinsteigerin. Die Sportlehrerin mit abgeschlossenen Studium betrieb den MTB-Sport zwar intensiv als Bestandteil ihres Trainings. Sportliche Lorbeeren aber holte sie sich auf dem Brett: Als Snowboarderin gewann sie alles, was es im Sport zu gewinnen gibt. Ihre lange Liste nationaler und internationaler Toperfolge (Weltmeisterin, Gesamtweltcupsiegerin) krönte sie im Februar 2006 mit dem Olympia-Gold in Turin. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war sie im Sommer 2006 zurückgetreten und nimmt jetzt bei Swiss Cycling eine neue Herausforderung an.
Teamwork, Knowhow-Transfer, mentale Arbeit und das optimale Ausnützen vorhandener Mittel sind Kernelemente aus dem Konzept der erst 26jährigen Davoserin. Entstanden war die Idee, eine Nationaltrainerin für die Mountainbikerinnen anzustellen, aus einem Gedankenaustausch der MTB-Trainer. Diese suchten nach Ideen, wie die enormen Erfolge der Schweizer MTB-Fahrer auch auf Dauer erhalten werden können. Vor diesem Hintergrund wurde das heutige, sehr erfolgreiche MTB-Cross-Country-Trainergespann Urs Graf/Andrea Clavadetscher im Herbst 2006 aktiv und klopfte bei Daniela Meuli an. Nach kurzer Bedenkzeit sagte die ehemalige Boarderin zu, im Sommer jeweils das Board mit dem Bike zu vertauschen.
Meuli versteht sich als Vermittlerin und Koordinatorin. Nicht konkurrenzieren wolle sie die bereits heute bestehenden Betreuungsstrukturen der Athletinnen, sondern diese punktuell ergänzen. Und damit liegt sie ganz auf der Linie von Verbandsspräsident Melchior Ehrler, der das «Miteinander» als eine der Kernaussagen für seine Verbandsführung definiert hat. Alle Involvierten der Schweizer MTB-Szene will sie mit ins Boot holen. Und dabei setzt sie nicht nur auf angeeignetes Wissen aus dem Sportstudium, sondern auch auf ihren Erfahrungshintergrund als ehemalige Spitzensportlerin. «Ich möchte eigene Erfahrungen weitergeben,» sagte Meuli gestern vor den Medien. Dazu gehören Themen wie Trainingslehre, Sportpsychologie und Gesundheit.
Medienmitteilung Swiss Cycling
www.swiss-cycling.ch
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Meldung vom
21. März 2007
(Autor:
red )
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