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Cyprus Sunshine-Cup 2010: Langvad und Skarnitzl gewinnen in Voroklini
Beim Auftaktrennen um den Cyprus Sunshine-Cup in Voroklini gab es überraschende Resultate. Der Tscheche Jan Skarnitzl und Annika Langvad aus Dänemark holten sich die Siege beim ersten europäischen Mountainbike-Rennen 2010.

An einem warmen und sonnigen Tag war es bis zur Hälfte des Männer-Rennens eine siebenköpfige Gruppe, die in Front lag. Dann zogen Roel Paulissen (Bel/Cannondale) und Jan Skarnitzl (Giant) das Tempo an und entkamen. Doch Paulissen hatte in der sechsten von sieben Runden in einer steilen Downhill-Sektion Pech mit einem Vorderrad-Defekt und stürzte.
Nach einem Stop an der technischen Zone kam er in vierter Position gemeinsam mit den beiden Merida-Fahrern Jiri Friedl (Cze) und Christoph Soukup (Aut) zurück ins Rennen, aber mit einem Rückstand von 20 Sekunden auf Skarnitzl.

Paulissen versuchte den 25-jährigen Tschechen noch einmal einzuholen, doch in der letzten Runde passierte dem Marathon-Weltmeister noch einmal das gleiche. Er verlor seinen zweiten Platz an Friedl während Skarnitzl ungefährdet zum Sieg fahren konnte, so dass es zum ersten Mal in der Geschichte des Cyprus Sunshine-Cups einen tschechischen Doppelsieg gab. Vorjahres-Dominator Emil Lindgren (Swe/Rabobank-Giant) war bis zur Attacke von Skarnitzl und Paulissen auch in der Spitzengruppe vertreten, konnte die Tempoverschärfung dann aber nicht mitgehen. Er wurde Siebter.

Jan Skarnitzl: «Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg weil es mein erster in einem internationalen Rennen ist. Zusammen mit Roel habe ich das Tempo verschärft, aber dann ist er gestürzt. Es war ein sehr langes und hartes Rennen. In der ersten Hälfte hatte ich viele Probleme, weil ich die hohe Intensität noch nicht gewohnt bin. Jetzt bin ich zuversichtlich für das Afxentia Etappen-Rennen am kommenden Wochenende.»
Jiri Friedl: «Ich habe mich viel besser gefühlt als noch vergangene Woche. Ich war sehr müde, weil es zuhause in Tschechien so kalt ist und hier so warm. Das zieht eine Menge Energie und deshalb bin ich sehr überrascht von meinem Rennen. Ich denke nächste Woche wird es besser. Dass es nicht geregnet hat, war natürlich perfekt.»
Roel Paulissen: «Das ganze Rennen bin ich dosiert gefahren und habe nie überzogen. Nur nach dem Defekt habe ich ein wenig Gas gegeben. Skarnitzl hat ein gutes Tempo vorgelegt aber mir hat es in der Abfahrt den Vorderreifen von der Felge gezogen und ich bin gestürzt. Dasselbe ist in der letzten Runde noch einmal passiert. Abgesehen vom Resultat bin ich aber zufrieden.»


Langvad fährt Plattfuß und wird nervös – ohne Grund
Die Entscheidung im Damen-Rennen fiel bereits in der ersten Runde. Annika Langvad (Den/HMTBK) übernahm die Führung und setzte sich ab. Janka Stevkova (Svk/CKEpic-Dohnany) versuchte gar nicht der Studentin aus Dänemark zu folgen. Langvad vergrößerte ihren Vorsprung auf mehr als drei Minuten, Stevkova lag gemeinsam mit der 18-jährigen Ekaterina Anoshina (Rus) auf der Verfolgung.
In der letzten von fünf Runden schien Langvads Sieg aber noch einmal in Gefahr zu geraten. Nach der technischen Zone verlor sie Luft aus dem Vorderrad. “Ich wusste, dass ich einen großen Vorsprung habe, doch ich bin trotzdem nervös geworden”, erzählte die 25-Jährige. Letztlich ohne Grund, denn an der Ziellinie blieben ihr immer noch genau zwei Minuten Vorsprung vor Janka Stevkova.
Die Slowakin war in der Lage ihr Gefährtin Anoshina in der letzten Runde klar zu distanzieren. Trotzdem war die Russin wohl die größte Überraschung des Rennens. Anoshina, 17. der Junioren-WM in Canberra, konnte die Deutsche Melanie Spath (Cycleways) und Vorjahressiegerin Alexandra Engen (Swe/Rothaus-Cube), die Fünfte wurde, hinter sich lassen.

Annika Langvad: Ich wusste, dass ich in gutter Form bin, das Wintertraining war sehr gut. Ich habe mich gut gefühlt, aber nachdem ich in der zweiten Runde gestürzt bin, habe ich gemerkt, dass ich mein Tempo etwas reduzieren musste. Ich bin zum ersten Mal auf Zypern und es ist schön hier zu sein.
Janka Stevkova: Ich habe mich sehr gut gefühlt aber ich wollte mich hier nur testen. Es war eine harte Strecke und ich bin die Hitze noch nicht gewohnt. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden. Als Annika weg gefahren ist, habe ich überhaupt nicht versucht ihr zu folgen, weil ich denke, es ist nicht gut, gleich im ersten Rennen Vollgas zu fahren.
Ekaterina Anoshina: Ich bin überrascht von diesem Rennen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich in meinem ersten Elite-Rennen konkurrieren kann.


Quelle: Pressemitteilung



Meldung vom 21. Februar 2010 (Autor: tg )
 

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